Manifesto: Diritto al dialogo

14. Dezember 2010

Con questo post e questa foto partecipo all’iniziativa di Giorno Per Giorno sul Manifesto dei diritti naturali di bimbe e bimbi.
Contributo precedente: qui.
Questa settimana:
4) „IL DIRITTO AL DIALOGO
ad ascoltare e poter prendere la parola, interloquire e dialogare“.

In questa occasione vi racconto una piccola cosa. Ho atteso una settimana prima di parlare del primo colloquio con gli insegnanti di John. Se ne avessi parlato prima di ora, nessuno sarebbe mai piú tornato sul mio blog perché avrei parlato con troppa soddisfazione e gioia di quell’appuntamento (sarebbe stata una cosa dalla serie: ma questa si sta montando troppo la testa!).
Fatto sta che abbiamo incassato solo complimenti dagli insegnanti. Io mi ero aspettata forse un po‘ qualcosa tipo „deve ancora ambientarsi, si vede che non é abituato a stare in un gruppo, deve imparare a socializzare un po‘, ha bisogno di essere incoraggiato“ ecc.
Invece: quanto é gentile e ben educato, quanto si comporta bene, quanto „si vede che é abituato a lavorare in modo autonomo“, quanto si mostra interessato, quanto é sicuro di sé, quanto partecipa, e „magari ci fossero altri studenti come lui“. E ancora: ma quanto é bravo ad esprimersi, a parlare, a confrontarsi in modo civile con le parole e …che vocabolario ricco che usa.
Uno dei punti fra i  ’svantaggi dell’homeschooling‘ che si sentono e leggono in giro é pensare che i ragazzi se ne stiano „tutto il giorno chiusi in casa e poi anche con i propri genitori, orrore!“ e che abbiano pochissime possibilitá di confrontarsi con altri, di parlare, di dialogare, di imparare a parlare bene, di farsi capire, e anche di ascoltare cosa dicono, propongono, chiedono gli altri.
Ora puó darsi che mio figlio sia un genio e che abbia imparato tutto questo ’nonostante‘ l’homeschooling degli ultimi anni. Ma puó anche darsi che avere a disposizione sempre delle persone disposte ad ascoltarti, ad approfondire le cose insieme a te, a discutere nel senso di mettersi sullo stesso livello di reciproco rispetto, di prenderti sul serio, di „esserci“ – forse questi elementi stanno dando questi risultati. Sto iniziando a capire come mai molti Colleges americani aprono le loro porte con molto piacere soprattutto a homeschoolers, come aveva raccontato Eva nell’intervista.
Adesso John che non si é mai esercitato a parlare davanti ad altre 18 persone, di esprimere i suoi pensieri e opinioni di fronte a persone che la pensano in modo molto diverso, sta facendo tutto questo – come mi dicono con un certo entusiasmo gli insegnanti – con grande sicurezza, chiarezza e serenitá. Forse, penso, sono cose che non si possono „imparare“, ma sono delle capacitá che fanno parte del „patrimonio di identitá“, che sono dunque risultati del „stare bene dentro“.
Bene, sono quasi riuscita a raccontarlo senza sembrare troppo orgogliosa o arrogante, vero? 🙂
Perdonatemi se comunque fra le righe si nota un po‘ di orgoglio che non riesco a nascondere del tutto.

Mit diesem Artikel nehme ich teil an der Initiative von Giorno Per Giorno zum Manifest der natürlichen Kinderrechte.
Vorheriger Beitrag: hier.
Diese Woche:
4) „DAS RECHT AUF GESPÄCHE – zuhören dürfen, das Wort ergreifen, mitreden und am Gespräch teilnehmen“.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich euch kurz etwas erzählen. Ich habe jetzt eine ganze Woche damit gewartet, denn ansonsten hätte meine Erzählung sehr eingebildet, stolz und überheblich geklungen, und nie mehr würde jemand diesen Blog besuchen wollen.
Letzte Woche fand der erste Elternsprechtag in Johns Schule statt. Tatsache ist, dass wir nur Komplimente, nur Gutes zu hören bekamen. Irgendwie hatte ich mir etwas erwartet wie „Er muss sich noch einleben; man merkt dass er es nicht gewohnt ist sich in einer Schulgemeinschaft einzufinden; er muss in Dingen Sozialisierung noch aufholen; er muss immer wieder ermutigt werden aus sich herauszugehen“.
Das Gegenteil war der Fall –  es wurde berichtet, wie aufmerksam, höflich, freundlich, interessiert, teilnehmend und selbstsicher er sei, wie gut sein Benehmen und Verhalten den anderen gegenüber,  „gäbe es doch nur mehr Schüler wie ihn“, „man merkt, dass er gewohnt ist selbständig zu arbeiten“. Und dann noch: wie ausgesprochen gut er sich ausdrückt, welch reichen Wortschatz er benützt, wie er immer die treffenden und angemessenen Worte findet, wie gut er diskutieren und argumentieren kann.
Es gehört ja zur Reihe der Vorurteile Homeschooling gegenüber: dass die armen Kinder „den ganzen Tag mit ihren Eltern im Haus eingesperrt seien“ und so wenig Möglichkeiten hätten, sich mit anderen Menschen auszutauschen, in Kontakt zu treten, zu lernen zuzuhören und überhaupt so etwas wie Gesprächskultur zu entwickeln.
Nun kann es schon möglich sein, dass mein Sohn ‚trotz Homeschooling‘ der letzten Jahre sich so gut ausdrücken kann, einfach weil er ein Genie ist. Es kann aber auch sein, dass ihm womöglich doch die etwas andere Art und Weise, den Tag zu verbringen, auch diesen Vorteil gebracht hat.
Vielleicht macht es einen größeren Unterschied, als ich gedacht hätte, wenn ein Kind den ganzen Tag über fragen kann wieviel es mag (und so viele Antworten erhält, wie es möchte), reden kann wieviel es will; wenn immer jemand da ist, der ihm zuhört, es ernst nimmt und an seinen Interessen und Tätigkeiten teilnimmt; wenn immer genug Zeit zum Reden und Zuhören, zum Diskutieren und auch zum Spaßmachen da ist, wenn keine Glocke klingelt und zum Stillsein zwingt, oder kein Jemand dich zum Reden auffordert genau dann, wenn du eigentlich schweigen möchtest. Vielleicht hat er dadurch diese Fähigkeiten entwickelt und kann nun Dinge, die wir ihn nie gelehrt haben.
Die Lehrer sprachen mit Begeisterung darüber. Es hat gut getan, das alles zu hören. Es bestätigt jene Dinge, die wir von anderen Homeschoolern, die dann ins „echte Leben hinaus“gegangen sind, gelesen hatten. Ich beginne zu verstehen, warum manche amerikanischen Colleges besonders gerne Homeschooler aufnehmen, wie Eva im Interview berichtet hatte.
Gut, jetzt habe ich es fast geschafft darüber zu berichten, ohne allzu eingebildet und stolz zu klingen, nicht wahr? 🙂
Verzeiht mir, wenn der Text doch noch durchscheinen lässt, wie sehr wir uns darüber freuen.