Red-White-Red.

10. Januar 2011


Nobody knows. Niemand kann sich erklären, weshalb seit einer Weile ausgerechnet Österreich Sandros Lieblingsland ist. Nach Salzburg oder nach Wien wolle er ziehen, wenn er groß sei, erklärt er.
Vielleicht liegt es daran, dass er nicht zur Schule geht und auf diese Weise zu viel Radio hört – in letzter Zeit mehren sich wieder die Sendungen im Sender Bozen am Vormittag, bei denen eifrig diskutiert wird, ob die Südtiroler Bevölkerung zur italienischen auch die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten soll und ob überhaupt unser kleines Stückchen Land „zurück nach Österreich“ solle. Ach, diese Politik! Aber auch wenn man im Radio nicht von Österreich spricht, sondern von Italien, dann fällt Sandro sein derzeitiges Lieblingsland ein, und zwar so: „Also in Österreich könnte es so etwas nie, nie geben, da würden sie so etwas nie, nie tun, das ist mal wieder typisch Italien…“ Sogar die Marmelade in den Spitzbuben musste österreichisch sein, darauf beharrte Sandro hartnäckig, denn die schmecke viel besser.
Was tun, wenn das Kind einen Österreich-Tick hat und womöglich bald überschnappt? fragt sich die besorgte Mutter. Und beschließt, dem Kind recht viel Österreich-Material anzubieten, damit diese Phase bald vorübergeht. Sozusagen ‚Gleiches mit Gleichem bekämpfen’… 😉

Nessuno riesce a spiegarne il motivo, ma da un po‘ il paese preferito di Sandro é l‘Austria. Dire „paese preferito“ é troppo poco, qui si tratta di vera passione… Da grande vado a vivere a Salisburgo o a Vienna, ci ha detto.
Forse, ho pensato, é per colpa che lui a scuola non ci va, cosí ascolta spesso la radio locale la mattina e proprio in questi orari spesso ci sono delle trasmissioni dove discutono argomenti tipo: é giusto dare agli altoatesini oltre alla cittadinanza italiana anche quella austriaca? Sarebbe meglio „tornare“ in Austria, per la nostra piccola provincia? Aiuto, la politica…! Ma anche quando alla radio non parlano dell’Austria ma dell’Italia, a Sandro viene in mente l’Österreich: „Ma guarda mamma, in Austria mai e poi mai farebbero… il presidente austriaco mai e poi mai direbbe…“
Infine quando mi é venuto a dire che dovevo comprare la marmellata di albicocche prodotta in Austria perché sicuramente é piú buona, ho iniziato a preoccuparmi seriamente. Si puó esagerare con tutto, e qui bisogna fare qualcosa prima che il ragazzo si faccia fare un tatuaggio con la bandiera rosso-bianco-rossa! Cosí ho pensato di fargli studiare l’Austria nei dettagli, forse poi ne avrá abbastanza.

Ein bißchen hatte er schon vor den Weihnachtsferien mit Österreichkunde begonnen. Hier bei LL-Web findet man ganz viel Material, wie diese Dominokarten zu den Bundesländern.

Qualcosa di Austrialogia l’aveva giá iniziata prima di Natale. Qui da LL-Web abbiamo trovato molto materiale utile, come il domino sui Bundesländer.


Und die Hymne. Vielleicht ist es die Hymne, die so attraktiv ist für ihn? frage ich mich. Für einen angehenden Schmied hat eine Hymne, in der es heißt „Land der Hämmer„, bestimmt eine besondere Wirkung.
Da nützt es auch nichts, wenn ich darauf hinweise, dass wie in vielen anderen Hymnen auch hier ausschließlich Männer (Söhne und Bruderchöre) angesprochen werden. Er findet die Hymne einfach toll.

E l‘inno. Forse é l’inno ció che lo attira?
Certo che per uno che da grande vuol fare il fabbro, ascoltare un inno che parla di „paese dei martelli“ (Land der Hämmer) puó avere un certo fascino.
Non cambia idea nemmeno quando gli faccio notare che come molti inni anche quello austriaco parla solo alla popolazione maschile (vocabolario: „figli“, „coro dei fratelli“ ecc.). Gli piace e basta.


Immer bei LL-Web gibt es auch eine sehr informative Kartei zu Wappenkunde und Wahrzeichen der Bundesländer,

Sempre da LL-Web abbiamo trovato uno schedario su bandiere, emblemi e simboli dei Bundesländer,


Info-Karteien zu den Bundesländern sowie Vorlagen für eine eigene Kartei.

e un modulo da stampare per uno schedario per i Bundesländer.


Und weil Sandro von Österreich immer noch nicht genug hatte, haben wir hier eine große Österreich-Karte ausgedruckt und er hat noch einmal mit Genuss die Bundesländer mit Hauptstädten eingetragen. Und inzwischen von den berühmten Menschen aus Österreich erzählt, die er kennt:“ Gustav Klimt, der war ein Maler. Gustav Mahler, der war ein Klimt. Nein, ein Musiker.“ Das klang lustig.

E visto che l’Austria continua a piacergli, ecco qui una mappa che abbiamo stampato da qui, dove Sandro ha potuto inserire ancora i Bundesländer e le loro cittá, raccontandomi, mentre colorava, dei personaggi famosi e importanti dell’Austria.

Schlussendlich kam dann noch der Eintrag in die große Europa-Karte.

Per concludere, l’inserimento nella nostra mappa grande dell’Europa.

Nach der ganzen Arbeit kommt mir jetzt eigentlich schon vor, dass Sandro sich ein bißchen beruhigt hat im Sinne, dass er nicht mehr bei jeder Gelegenheit von Österreich spricht. Trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass er heimlich für seine Auswanderung schon mal sprachlich übt: seit wir uns kürzlich mal wieder bei zwei Düringer-Filmen schräggelacht haben (Hinterholz 8 und Poppitz), höre ich immer wieder Redewendungen im schönsten Österreichisch… „Bist deppert?“ 😉

Dopo tutto questo lavoro mi sembra che Sandro si sia dato una calmata nel senso che non parla piú cosí tanto dell’Austria. Peró in fondo credo che non abbia ancora abbandonato del tutto il „progetto emigrazione“ e che si stia allenando sull’aspetto linguistico: da quando abbiamo guardato due film del famoso attore comico Roland Düringer, austriaco, in diverse occasioni Sandro ripete certe frasi tipici – in un meraviglioso tedesco-austriaco 😉