Yes On Sunday (2)

31. März 2011

> about „Yes On Sunday“

Ja zum Guten und Schönen.
Das Gute und das Schöne, das sind zwei wunderbare Zauberworte, die uns auch in schwierigen Zeiten das Licht zeigen, die Richtung, in die wir unseren Blick wenden können. Aber was ist es, das Gute, das Schöne?
Für eine Amsel ist ein Regenwurm etwas Gutes. Der Regenwurm sieht das freilich anders.
Jede und jeder kann für sich selbst definieren, welche Lebensweise für sie, für ihn „das Gute und Schöne“ darstellt, an was man sich halten möchte: das gibt auch einen gewissen Halt im Alltag, den wir Menschen brauchen, gibt uns das Gefühl, „richtig“ zu leben, zu entscheiden, zu handeln.
Schwieriger wird es, wenn es nicht nur um persönliche Entscheidungen geht, sondern um Dinge, die große Gruppen von Menschen, z. B. die Bevölkerung eines ganzen Landes, betreffen. Da kann man sich auch nicht einfach ausklinken, finde ich, weil solche Entscheidungen auch immer irgendwo mit jenen des persönlichen Lebens zusammenhängen.
Eine Volksabstimmung, wie wir sie in Italien am 12. Juni zur Abschaffung der Atomkraft und zur Abschaffung der Privatisierung des Wassers erleben, gibt der Bevölkerung Italiens die Chance, dieses „Gut und Schön“ zu definieren. Hier fließt die Vorstellungskraft vom „guten und schönen Leben“ vieler einzelner Personen in eine große gemeinsame Entscheidung.
Das Beste an einer Volksabstimmung ist für mich übrigens nicht einmal das Ergebnis: das halte ich eher für eine erwünschte Nebenwirkung. Es geht viel mehr um das, was vorher passiert: Wenn Menschen sich mit Fragen konfrontiert sehen und wissen, dass ihre Meinung wirklich zählt, dann vertiefen sie das Thema eher, dann kommen Argumente und Gegenargumente zum Tragen, dann überlegt man sich vielleicht genauer, was in diesem Fall „das Gute“ ist, spürt man Mitverantwortung.
Auch in meinem Umfeld tut sich Einiges. Immer mehr Newsletters von verschiedenen Vereinen und Umweltgruppen informieren über das Thema. Vermutlich am 27. Mai findet in meinem Dorf ein Info-Abend statt, und so wird es wohl auch in vielen anderen Orten sein. Ich selbst habe mir zur Unterstützung der Volksabstimmung Folgendes angewöhnt: Wenn ich unterwegs Bekannte treffe, und die übliche Frage fällt „Wie geht es dir?“, dann antworte ich jetzt immer: „Oh, mir geht es gut, danke, ich mache mir bloß Sorgen um den 12. Juni.“ und schon sind wir mitten im Gespräch…
Viel Schönes und Gutes wünsche ich euch allen, bis bald,
Sybille

Sì al Bello e al Buono.
Sono due meravigliose parole magiche che in tempi difficili ci mostrano la luce, la direzione nella quale possiamo rivolgere la nostra attenzione, il nostro sguardo.
Ma quali sono le cose belle e buone?
Per un merlo un bruco é qualcosa di buono. Il bruco vede questa cosa in modo diverso.
Ognuno trova, nel corso della vita, la sua personale definizione di „vita bella e buona“. Questo ci dá anche un certo supporto del quale abbiamo bisogno, ci aiuta a confrontarci con noi stessi, a capire se stiamo vivendo nel modo „giusto“, se stiamo facendo „le cose giuste“.
Definire il „Bello e Buono“ diventa più difficile se non si tratta solo di scelte personali, ma di cose che riguardano grandi gruppi di persone, come ad esempio la popolazione di un intero paese. Comunque credo che non si possa fare troppa differenza fra i due tipi di decisioni e definizioni, perché alla fine la nostra „vita privata“ é sempre anche collegata con le possibilitá che per esempio un determinato territorio, la societá, l’ambiente ecc. offrono da diversi punti di vista.
Un referendum abrogativo come  quello del 12 giugno di quest’anno ci offre la possibilitá di (ri)definire il „Bello e Buono“. In quel momento la definizione personale della „cosa giusta“ sui concreti temi di molte persone definirá la direzione in cui andare per l’intero paese.
La cosa migliore di un referendum secondo me comunque non é il risultato che io vedo piú come effetto collaterale desiderato: ma tutto quello che succede prima del voto. Le persone, al momento che si vedono confrontati con un quesito e sono consapevoli del fatto che loro contano, che la loro opinione conta, si comportano in modo molto piú responsabile, riflettono di piú, si informano, discutono, per arrivare infine alla risposta „migliore“.
Anche qui, intorno a me, le cose si stanno muovendo. Da diverse associazioni e gruppi arrivano sempre piú newsletters che informano con i loro argomenti. Probabilmente il 27 maggio nel mio paese avrá luogo una serata informativa, cosí sará in altri paesi e cittá. Per sostenere il referendum (soprattutto per dare un contributo al raggiungimento del quorum di partecipazione) ultimamente mi sono abituata a fare cosí: quando incontro qualcuno che mi rivolge la tipica domanda „E tu, come stai?“, rispondo: „Bene, grazie, sono un po‘ preoccupata per il referendum del 12 giugno; speriamo…“ ed ecco che giá stiamo parlando, discutendo.
Per adesso, vi auguro tante cose belle e buone… pensieri, incontri, sogni. A presto,
Sybille



I’m coming to Germany

30. März 2011

Ab morgen abend habe ich keinen Internet-Zugang, ich fahre nämlich mit Tanna nach Tübingen in Deutschland!
Deshalb veröffentliche ich das  „Yes On Sunday“ des kommenden Sonntags bereits morgen früh.
Ich freue mich sehr auf den Aufenthalt in dieser Stadt, von der ich schon viel gehört habe.
bis bald!

Per alcuni giorni saró fuori rete, vado a Tübingen in Germania con Tanna per presentare il nostro libro!
Pubblicheró dunque domani mattina il mio  „Yes On Sunday“ per questa domenica e poi si parte!
Non vedo l’ora di conoscere questa bella cittá di cui ho giá sentito parlare molto.
A presto!


Daily Stories

30. März 2011

Das regelmäßige Lesen von kleinen Geschichten oder Stücken von Geschichten in der Zweit- und Drittsprache (Italienisch, Englisch) ist wirklich eine gute Methode. Wie ich im Lernplan für dieses Schuljahr erklärt habe, beinhält unsere Portion Englisch bzw. Italienisch:
ein Lied, ein Spiel oder ein kurzes Gedicht (meistens eine Woche lang dasselbe)
– eine Geschichte zum Lesen
– eine kleine mündliche oder schriftliche Übung aus dem Bereich Grammatik/Rechtschreibung
– Kurzeintrag ins jeweilige Tagebuch.

In Englisch liest Sandro derzeit eine Kurzfassung von Robin Hood (Hauschka Englisch N. 306)- wie gesagt, jeden Tag nur ein paar Zeilen, deren neue Wörter wir gemeinsam besprechen. Die Geschichte befindet sich in diesem Lernbüchlein und ist verknüpft mit Übungen zum simple past, die wir aber derzeit noch nicht machen.

In Italienisch sind wir momentan ganz glücklich mit den netten Fabeln von La Pappa Dolce Blog. Wir haben sie ausgedruckt und jeden Tag kleben wir eine in ein eigenes Geschichten-Heftchen. Sandro liest die Geschichte, unterstreicht die Wörter die er nicht versteht; diese werden auf der gegenüberliegenden Seite übersetzt und die Geschichte dann noch ein- bis zweimal laut vorgelesen; am Ende zeichnet er dazu. Am nächsten Tag liest er meistens die Geschichte vom Vortag auch nochmal vor.
Ich überlege mir gerade, dass ein italienisches und englisches Geschichten-Heftchen meinen beiden Nichten (9 und 13 Jahre), die im Sommer oft den Tag bei uns verbringen, doch auch Spaß machen könnte.
Kennt jemand von euch vielleicht eine Internetseite mit kurzen netten englischen Geschichten?

Was unsere Hauptsprache, Deutsch, betrifft, so ist ein regelmäßiges gemeinsames Arbeiten wie oben beschrieben nicht notwendig, da Sandro sowieso täglich liest. Jeden Montag aber ist „Aufsatz-Tag“, das heißt er schreibt einen Text über ein meistens frei gewähltes Thema, wie die Beschreibung einer historischen Figur, über eine Begebenheit, eine Biografie oder was ihn gerade interessiert (letzten Montag war es „Die Schlacht bei Hastings“). Nach dem Schreiben schauen wir uns den Text gemeinsam an und ich mache ihn auf eventuelle Fehler aufmerksam.
Die deutsche Grammatik hingegen haben wir ziemlich vernachlässigt, daher plane ich eine grundlegende Wiederholung von Satz- und Wortanalyse im Sommer ein.

Seit etwa zwei Wochen haben wir unseren „Stundenplan“ etwas abgeändert und anstatt beide Sprachen (Italienisch/Englisch) täglich, machen wir sie alternierend: an einem Tag Italienisch, am nächsten Englisch. Das aus dem Grund, weil Sandro sich derzeit sehr viel mit dem Mittelalter beschäftigt, und zwar ganz selbständig; da möchte ich ihn nicht zu sehr ablenken und ihm auch so viel Zeit wie möglich für seine derzeitige Leidenschaft ermöglichen. Es ist so schön zu beobachten, wenn ein Kind sich für etwas begeistert und sich so in das Thema vertieft, dass es rundherum alles zu vergessen scheint! Und für mich passt der etwas reduzierte Stundenplan derzeit auch sehr gut, weil ich derzeit eine Menge verschiedener Dinge zu erledigen habe.

Leggere ogni giorni una breve storia o un pezzo di un racconto piú lungo nella seconda e terza lingua (italiano e inglese) é una buona cosa. Come ho raccontato qui riguardo il programma per questo anno scolastico, per le lingue la proposta contiene regolarmente:
– una canzone, una filastrocca o un gioco (di solito lo stesso per tutta la settimana)
– una breve storia da leggere ad alta voce
– qualche breve esercizio di grammatica
– un breve testo scritto nel relativo diario.

Al momento Sandro sta leggendo una miniversione del racconto di Robin Hood in inglese, contenuto nel libretto Hauscka English n. 306.

In italiano attualmente ci godiamo le fiabe proposte da La Pappa Dolce Blog: le abbiamo stampate ed ogni giorno Sandro ne sceglie una che incolla in un quaderno apposito. Poi la legge, sottolinea le parole sconosciute e le scrive nella pagina di fronte, dove le traduciamo in tedesco. Poi rileggiamo la storia una o due volte e Sandro aggiunge un disegno. Spesso il giorno dopo, prima di scegliere la prossima fiaba, rilegge a voce alta quella del giorno prima.

Per quanto riguarda la nostra madrelingua, il tedesco, non é necessario fare esercizi regolari come descritto per le altre lingue. Sandro legge tutti i giorni e se la cava abbastanza bene. Ogni lunedí scrive un tema, che di solito sceglie lui fra le cose che lo stanno interessando: puó essere la biografia di una figura storica, la descrizione di un fatto accaduto, un racconto fantastico, un riassunto (questa settimana ha scritto sulla Battaglia di Hastings).  Dopo aver scritto il tema, lo leggiamo insieme e gli faccio notare eventuali errori.
Di grammatica tedesca invece non siamo riusciti ad occuparci come avevo pensato di fare. Cosí ho giá in programma di riprendere e approfondire questo tema durante l’estate.

Stavo pensando che forse l’idea di un quaderno di storie in italiano e inglese potrebbe piacere anche alle due cuginette di Sandro (9 e 13 anni) che d’estate spesso passano la giornata con noi per fare il „loro“ summer-homeschooling.
Se per caso siete a conoscenza di un sito che propone altre brevi storie in italiano e inglese, ce lo fate sapere?

Da circa due settimane abbiamo cambiato un po‘ il nostro sistema: invece di fare qualcosa in entrambi le lingue (italiano/inglese), ora lo stiamo facendo a giorni alternati. Questo perché Sandro al momento é talmente preso dal suo interesse per il Medioevo che gli voglio dare la possibilitá di poter leggere e fare ricerche il piú possibile. Ed é cosí bello vedere un bambino o ragazzo approfondire e lavorare in modo autonomo! A dire il vero in questo periodo „l’orario ridotto“ va benissimo anche a me perché sono piena di impegni di diverso tipo. 🙂


Geography: Asia Unit

29. März 2011

Con questo post partecipo all’iniziativa „Love of Learning: Geography and…“ di Mens Sana.
Negli scorsi anni abbiamo studiato diversi paesi e continenti. Visto che i temi trattati (nel primo blog, Buntglas) sono divisi in diversi post, ho pensato di riproporre qui una piccola raccolta di links sull’esempio dell‘Asia. (Altri paesi/continenti qui in „Buntglas Specials“.)

Dies ist mein Beitrag zur Initiative „Love of Learning: Geography and…“ von Mens Sana.
In den letzten Jahren haben wir über verschiedene Kontinente und Länder gelernt. Weil es verschiedene Posts über diese Unterrichtseinheiten (im ersten Blog, Buntglas) gibt, habe ich gedacht, sie hier nochmal als gesamte Übersicht (Beispiel: Asien) zu sammeln. Andere Länder findet ihr hier unter „Specials“ in Buntglas.

China Map Work

China People

China misc.

China history comic

Marco Polo: let’s play

Marco Polo map work

Middle East map work

Middle East people

Middle East desert study

Caucasia

Kaukasischer Kreidekreis / Cerchio di gesso del Caucaso

Vietnam history

Brunei & Co.

Asia, our funny map

Monsun / monsone

Puffy Paint India Map

3 D India
Maria Montessori in India
George Orwell in Asia

India History

Art/Hundertwasser: zwei Mal über Indien

living book: M. Gandhi


Le cose belle del… Trentino!

28. März 2011

Posta da Trento! Posta da Stefania di PianoB e Sonia di Per Scherzo E Per Caso che vediamo su questa bellissima fotografia!

Post aus Trient! Post von Stefania und Sonia, die wir auf diesem hübschen Foto sehen!


Quante belle cose da leggere e da guardare. Vi ringraziamo tanto!

Wieviele schöne Dinge, Briefe, Bilder, Karten. Herzlichen Dank!

Che divertente leggere le vostre lettere! È proprio vero: siamo „cugini“, infatti questo termine viene usato spesso (ad esempio si dice: „E i cugini trentini come trattano invece questo problema?“)!
È vero anche che spesso la gente fa confusione fra provincia di Trento e di Bolzano, fra le lingue (tedesco sí, tedesco no) e i confini, eh-eh! 😉

Wie lustig, eure Briefe zu lesen! Es ist wirklich so, wir sind „Kusinen„, dieser Begriff wird tatsächlich oft im Zusammenhang mit unserer Nachbarprovinz verwendet, z. B. um zu sagen: „Und was machen die Trentiner Cousins in dieser Angelegenheit?“ Es stimmt auch, dass die Menschen die beiden Provinzen und ihre Besonderheiten (vor allem die Sprachen und die Grenzen) oft durcheinanderbringen.


Ecco il Trentino sulla nostra mappa con la cartolina di Piazza del Duomo di Trento, con una foto-fotocopia di Sonia e Stefania.
Anche se la nostra regione si chiama „Trentino – Alto Adige“ siamo abituati a ragionare in „province autonome“ e anche dal punto di vista legislativo sia il Trentino che l’Alto Adige sono considerati „i piú autonomi fra gli autonomi“.

Da ist das Trentino auf unserer Landkarte, in lila, vertreten durch die Postkarte aus Trient mit dem Domplatz.
Ich habe es mit einer leichten Linie von Südtirol abgegrenzt. Auch wenn die eigentliche Region Trentino-Südtirol heißt, so sind wir es doch seit jeher gewohnt, uns jeweils weniger als Region und mehr als eigenständige Provinzen zu empfinden, das auch deshalb, weil unter den italienischen Regionen mit Autonomie-Sonderstatut die Provinzen Trentino und Südtirol die „autonomsten der autonomen“ sind, d.h. also vom Gesichtspunkt der Gesetzgebung her die größten Möglichkeiten haben.


Sandro ha avuto molto piacere a guardare le cartoline mentre gli leggevo/traducevo le lettere.

Sandro freute sich sehr über die schönen Postkarten.

Al Castello del Buonconsiglio con i ragazzi ci siamo stati due anni fa e sicuramente ci ritorneremo (e magari ci incontreremo „dal vero“?), grazie per averci fatto ricordare questo bel posto!
Invece solo venerdí scorso sono stata in un bellissimo piccolo paese trentino, a Drena (presentazione del libro di biografie femminili). Drena é gemellata con il comune di Hallerndorf a Forchheim in Germania.

Im wunderschönen Castello del Buonconsiglio waren wir vor zwei Jahren und ja, es ist eine gute Idee wieder einen Ausflug dort hin zu planen (und uns vielleicht zu treffen?)!
Letzten Freitag hingegen war ich in einem total netten kleinen Dorf im Trentino, zur Tanna-Buchvorstellung in Drena (die Gemeinde Drena wiederum ist seit langem die Partnergemeinde des oberfränkischen Hallerndorf).

In particolare a Sandro piacciono le cartoline con gli affreschi del Castello del Buonconsiglio.
Personalmente mi sento molto vicina al Trentino, infatti non ho solo radici tirolesi e del sud ma anche trentine. Come ho giá scritto una volta, ho un particolare debole per Rovereto. Giá, vivere vicino ad un museo di arte moderna e avere nello stesso momento boschi e montagne a due passi (e anche il bellissimo Lago di Garda), per me sarebbe davvero l’ideale! 🙂

Besonders freut sich der kleine Mittelalter-Fan über diese beiden Karten, die Fresken aus dem Castello del Buonconsiglio zeigen.
Persönlich mag ich das Trentino sehr, ich habe neben Tiroler und süditalienischen auch Trentiner Wurzeln in meiner Ahnenreihe. Wie ich schon einmal geschrieben habe, mag ich besonders Rovereto sehr gern. Tja, neben einem Museum für Moderne Kunst zu wohnen und trotzdem Wald und Berge (und den wunderbaren Gardasee) in Reichweite zu haben, das wäre schon ideal für mich! 🙂

Grazie ancora Stefania e Sonia. Presto riceverete anche posta da parte nostra. Un grande abbraccio, care „vicine di casa“!

Danke nochmal Stefania und Sonia, demnächst bekommt ihr von uns auch Post, liebe „Nachbarinnen“!


Yes On Sunday (1)

27. März 2011

> click here to read about Yes On Sunday

Ja zum Neinsagen.
Es scheint eine Art Mode zu sein, Leute, die sich gegen etwas einsetzen, als „Neinsager“ abzustempeln. Mich stört das. Ich finde es gut, Nein sagen zu können. Es ist wichtig, dass man weiß, was man nicht möchte. Nur dadurch, dass man zu einer Sache klar Nein sagen kann, wird Raum geschaffen für das Ja, oder besser: für die Diskussion darüber, welches Ja man haben möchte.
Gerade jetzt in der Fastenzeit machen viele Menschen die Erfahrung, wie heilsam es sein kann, Nein zu sagen zu Konsumgewohnheiten, zu bestimmten Essensverhalten oder einfach auch schon zu einer gewissen Art zu sprechen und zu denken.
Wenn man darüber nachdenkt: Es ist wirklich wunderbar, Mensch zu sein. Wir können in jeder Minute frei und neu entscheiden, zum Beispiel Nein sagen zu Dingen unseres eigenen kleinen großen Lebens! Durch dieses Nein schaffen wir eine neue Welt für das Ja, eine bessere Welt, angefangen bei uns selbst.
Das Nein und das Ja gehören zusammen, wie Himmel und Erde zusammengehören, wie Liebe und Respekt, wie Menschen mit unterschiedlicher Meinung. Es ist nicht immer einfach, das anzunehmen, aber es ist wundervoll, wenn man es manchmal schafft, die Dinge als Ganzes zu sehen.
Schönen Sonntag euch allen,
Sybille

Sì al No.
Sembra una specie di trend: le persone che si impegnano contro qualcosa che a loro non piace, vengono subito chiamati in modo un po‘ sprezzante „Quelli del No“. A me questo dá fastidio. Io sono contenta che sia possibile dire di No. È importante essere consapevoli di ció che non si vuole. Solo grazie al fatto di poter dire di No con chiarezza, é possibile creare uno grande spazio per il Sí, o meglio: per tante possibilitá di Sí, poi si potrá scegliere il Sí piú adatto, discutendo e confrontando insieme.
In questo periodo di quaresima molte persone stanno facendo l’esperienza del beneficio di dire di No: ad abitudini di consumo, di alimentazione, o anche ad abitudini di pensiero o del modo di parlare.
Riflettiamo un attimo: quanto é meraviglioso essere umani, avere tutta la libertá di dire ogni momento di No a delle cose della nostra piccola grande vita di tutti i giorni! Con questi No possiamo creare un mondo nuovo, un mondo migliore, un mondo piento di Sí, iniziando da noi stessi.

Il Sí e il No sono una cosa sola, cosí come Terra e Cielo sono una cosa sola, come Amore e Rispetto, come le persone che hanno opinioni diverse: anche se questo spesso é difficile accettarlo, ma se ogni tanto riusciamo a vedere le cose come Una Cosa Sola, tutto sembra diventare piú chiaro.
Vi auguro una meravigliosa domenica.
Sybille

 


Guest Post: I love Wurzelbrett!

25. März 2011

Ein Gastbeitrag von Carmen Gamper.
Un Guest Post di Carmen Gamper.

Das Wurzelbrett ist ein klassisches Montessori-Material. Mit dem Wurzelbrett kann man verstehen, was „Wurzel ziehen“ und „Quadrieren“ heißt.

Il Wurzelbrett é un classico materiale montessoriano. Con questo metodo si riesce a comprendere il significato dell‘elevamento di un numero alla seconda potenza e della radicale di un numero. (Perdonatemi la traduzione, non ho trovato la parola italiana per „Wurzelbrett“ e probabilmente anche altre parole tecniche non sono proprio esatte.)

Für beide Operationen sollten Kinder bereits viele Erfahrungen mit der Multiplikation gemacht haben. Mit dem Wurzelbrett wird das Wurzelziehen kinderleicht, weil man deutlich erkennt, dass es die Umkehr-Operation vom Quadrieren ist.
Um eine Zahl zu quadrieren, multipliziert man sie mit sich selbst: 2 mal 2 ist 4.
Man sieht, dass das immer ein Quadrat wird – daher der Name.
Um die Wurzel von 4 zu erfahren, zählt man die Perlen auf einer Seite- in diesem Fall sind da 2 Perlen, d.h. die Wurzel von 4 ist 2.

Per entrambi le operazioni é necessario che i bambini abbiano giá fatto esperienza con la moltiplicazione. Con il Wurzelbrett fare le radici diventa un gioco perché si vede subito che é il contrario della moltiplicazione al quadrato.
Per la moltiplicazione al quadrato si moltiplica il numero con sé stesso: 2 per 2 é quattro.
Il materiale rende visibile il fatto che la forma di questa operazione dá come risultato sempre un quadrato.
Invece per sapere la radice di 4, basta contare le perle su un lato: in questo caso sono 2 perle, ovvero la radice di 4 é 2.

Das funktioniert mit allen Zahlen von 1 bis 9 ganz einfach.
Anstatt Perlen kann man Quadrate auch mit Kieselsteinen, Knöpfen oder kleinen Quadraten legen.

Questo é molto facile con tutti i numeri da 1 a 9.
Invece di perle si possono usare anche sassolini, bottoni ecc.

Für Zahlen, die größer als 9 sind, brauchen wir Perlen in verschiedenen Farben. Maria Montessori entwickelte dieses sehr nützliche System: Einer sind grün, Zehner sind blau, Hunderter sind rot, Tausender sind hellgrün, Zehntausender sind hellblau, Hundertausender sind hellrot.

Per i numeri che vanno oltre il 9 abbiamo bisogno di perle in diversi colori. Maria Montessori ha sviluppato questo metodo molto utile: le perle fino al 9 sono verdi, le decine sono blu, i centinaia sono rossi, i numeri del mille sono verde chiaro, i numeri del diecimila sono azzurri, le centinaia di migliaia sono rosso chiaro.

Hier zum Beispiel sieht man wie „12 mal 12“ aussieht: Man benutzt das Brett wie ein Koordinaten-System.
Jede Perle/Zahl vom horizontalen Strahl wird mit jeder Perle/Zahl vom vertikalen Strahl multipliziert.
Das Ergebnis – eine weitere Perle in der richtigen Farbe – wird dahin gelegt, wo sich die Strahlen treffen.

In questo esempio vediamo dunque l’operazione „12 per 12„. Si usa il Wurzelbrett come con un sistema di coordinate.
Ogni perla/numero in orrizontale é moltiplicata con ogni perla/numero in verticale.
Il risultato – un’ulteriore perla nel colore giusto – viene inserito dove i due livelli si incontrano.

Und hier machen wir es Schritt für Schritt:
12 = Zwei grüne Perlen für 2 Einer; eine blaue Perle für einen Zehner auf den horizontalen Strahl:

Bene, ora proviamo a farlo passo per passo:
12 = due perle verdi per il 2; una perla blu per una decina in orrizontale:

Dann legen wir die selben Perlen auf den vertikalen Strahl:

Poi ripetiamo con le stesse perle in verticale:

Dann können wir mit dem Ausrechnen anfangen. 1 mal 1 ist 1…

Ora possiamo iniziare a fare i conti. 1 per 1 é 1…

10 mal 1 ist 10,  und 10 mal 1 ist 10…

10 per 1 é 10, e 10 per 1 é 10…

…10 mal 10 ist Hundert – und das ganze Quadrat ist gelegt!

… 10 per 10 é 100, ed ecco, il quadrato é pronto!

Um das Ergebnis zu erfahren, addieren wir alle Perlen.
4 mal 1 + 4 mal 10 + 1 mal 100 = 144

Per sapere il risultato, facciamo l’addizione di tutte le perle.
4 per 1 + 4 per 10 + 1 per 100 = 144

Auch mit großen Zahlen bleibt diese Technik einfach.
Man sieht ein Farbenmuster entstehen, das sich regelmäßig vergrößert. Hier zum Beispiel 122 zum Quadrat:

Anche con i numeri piú alti in fondo la tecnica é semplice.
Si vede bene come si sviluppa la forma che si ingrandisce in modo regolare. Per esempio qui 122²:

Nachdem man alle Perlen gelegt hat, kann man wieder addieren. (1 mal 10.000) + (4 mal 1.000) + (8 mal 100) + (8 mal 10) + (4 mal 1) = 14.881
Die Wurzel von 14.881 ist eine Seite, ist also 122.

Dopo che tutte le perle sono al loro posto, si fa l’addizione. (1 per 10.000) + (4 per 1.000) + (8 per 100) + (8 per 10) + (4 per 1) = 14.881
La radice di 14.881 é il numero delle perle di un lato, dunque 122.

Um die Wurzel von einer großen Zahl herauszufinden, kann man versuchen – nachdem man gelernt hat wie Quadrate wachsen – das Quadrat mit einer bestimmten Anzahl von Perlen zu legen. In Montessori-Schulen finden wir auch Quadrat-Muster-Vorlagen, die das Wurzelziehen leichter machen.
Grundsätzlich geht es darum zu verstehen, was Wurzelziehen bedeutet, und die Angst davor zu verlieren! Ich erinnere mich noch daran, wie ich dieses relativ einfache Konzept in der Schule nicht verstanden habe, weil es mir nicht auf diese oder ähnlich anschauliche Weise erklärt worden ist.
Wurzelbretter gibt es übrigens  in verschiedenen Größen.
Ich freue mich auf euer Feedack und bin gespannt, ob diese Erklärung klar genug ist… 🙂
Bis bald,
Carmen
> www. newlearningculture.com

Per calcolare la radice di un numero alto si puó provare – dopo aver capito la crescita dei quadrati – di costruire il quadrato con un determinato numero di perle. In scuole montessoriane si trovano anche dei modelli di quadrati che aiutano a calcolare la radice.
La cosa piú importante é di comprendere il significato della radice, cosí si perde anche la paura di fronte a questo tipo di operazione! Mi ricordo ancora bene come questa lezione a scuola per me é stata un trauma perché non riuscivo a capire il concetto che alla fine invece é molto semplice. Sarebbe bastato questo o altro materiale che rende visibile l’operazione…
A proposito: i Wurzelbretter esistono in diverse misure.
Ora attendo i vostri feedback, sono curiosa di sapere se la mia spiegazione vi sembra abbastanza chiara. 🙂
Un caro saluto e a presto,
Carmen
> www. newlearningculture.com

traduzione in italiano: Sybille

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Le cose belle del… Piemonte!

24. März 2011

Ringraziamo di cuore  Patrizia con Federico e Tiziano per il loro contributo a „Italia 150 – Solo Cose Belle.“ Ma quante cose belle che ci hanno spedito dalla provincia di Biella in Piemonte!

Wir bedanken uns herzlich bei Patrizia und Familie für ihren Beitrag zur Initiative „Italien 150 – Nur Schöne Dinge„. Oh, wie viele schöne Dinge sie uns geschickt und erzählt haben! – und zwar aus der Provinz Biella im Piemont.

Cartoline, depliánt, una lunga lettera e addiritura un cd von fotografie dei meravigliosi paesaggi e di luoghi particolari!

Ansichtskarten, Broschüren, einen langen Brief und sogar eine CD mit Fotos von wunderschönen Landschaften und Sehenswürdigkeiten!

Vicino a casa sua Patrizia puó godersi la „Panoramica Zegna“ nella zona Bielmonte, fatta costruire da Ermenegildo Zegna, un ricco industriale conosciuto per il lanificio Zegna. I suoi nipoti hanno valorizzato la zona creando l‘ Oasi Zegna dove sono stati piantati moltissimi rododendri e ortensie. Che meraviglia dev’essere quando in primavera tutto é in fiore!
Patrizia ci racconta che legata a questa zone c’é anche la storia di Fra Dolcino. Al momento Sandro é molto interessato al Medioevo e cosí questi fatti trovano subito la sua attenzione.

In der Nähe ihres Hauses befindet sich der „Panoramaweg Zegna“ im Gebiet Bielmonte. Diese Straße wurde vom bekannten Stoffhersteller Ermenegildo Zegna erbaut. Seine Enkel haben das Gebiet dann durch die Errichtung der sog.  Zegni-Oase aufgewertet, hier wurden viele Rhododendren und Hortensien angepflanzt. Das muss wahrhaftig eine Pracht sein wenn im Frühling hier alles blüht!
Im Zusammenhang mit diesem Gebiet steht auch die Geschichte des Fra Dolcino. Diese Geschichte interessiert Sandro, der im Moment eine Mittelalter-Phase hat, natürlich sehr.

Le cartoline di Patrizia mostrano diversi luoghi caratteristici: Il Piazzo, il borgo medioevale che sorge sopra la cittá di Biella.
Per arrivarci, si puó usare il funicolare:

Die Ansichtskarten von Patrizia zeigen verschiedene sehenswerte Orte: Il Piazzo, ein mittelalterlicher Ort über der Stadt Biella.
Man kommt mit dem funicolare , einer Standseilbahn, dort hinauf:

(foto dal cd / Bilder aus der CD)

Ad Oropa vi é un famoso santuario che conserva la statua della Madonna Nera, circondato da montagne e boschi.

In Oropa befindet sich ein bekannter Wallfahrtsort mit der Statue der Schwarzen Madonna, mitten in Bergen und Wäldern.

All’interno del complesso vi sono due chiese: la chiesa vecchia conserva la statua, nella chiesa nuova c’é un dipinto della Madonna Nera.

Im Gebäudekomplex befinden sich zwei Kirchen: die alte beherbergt die Statue, in der neuen befindet sich ein Gemälde der Schwarzen Madonna.

Guardando queste splendide immagini viene davvero voglia di andarci, vero?

Beim Anblick der schönen Bilder bekommt man doch wirklich Lust auf einen Ausflug hierher, nicht wahr?

Sandro ha guardato le foto del cd con grande piacere e si é zoomato nei dettagli (si dice zoomato?). Qui sopra sta guardando la statua della Madonna Nera.

Die Fotos auf der CD hat sich Sandro sehr gerne genau angeschaut und hat sich in die Details gezoomt. Hier am Bildschirm die Schwarze Madonna.

Le ortensie piantate dalla famiglia Zegna.

Und die von der Familie Zegna angepflanzten berühmten Hortensien!

Le montagne.
Ci sono altre splendide immagini ma non li posso mettere tutti altrimenti il post diventa davvero lunghissimo. 🙂
Se ripenso a come avevo (dovuto) studiare io a scuola le regioni d’Italia… nomi e nomi a memoria senza alcun collegamento con persone o fatti reali, casomai qualche microscopica fotografia nel libro di geografia. Insieme a mio figlio in questo modo, lo ammetto, ho la possibilitá di recuperare molto e soprattutto di avvicinarmi alle cose con curiositá e partecipazione. È quasi come un vero viaggio!
Una cosa come questa potrebbe essere un’idea anche per le scuole, uno scambio delle scuole nelle diverse regioni, magari con un blog di classe per la documentazione; forse alcune scuole lo stanno giá facendo?

Die Berge.
Es gibt noch viele weitere Bilder aber ich kann sie euch hier nicht alle zeigen, sonst wird dieser Artikel viel zu lang. 🙂
Ich erinnere mich daran, wie ich als Schülerin die Regionen und Provinzen und Hauptstädte Italiens gelernt habe. Name um Name, alles auswendig, mit kaum einen Bezug zu Personen oder der Vorstellung von realen Fakten, höchstens ein paar mikroskopisch kleine Bilder im Erdkundebuch. Gemeinsam mit meinem Sohn, das gebe ich gerne zu, entdecke ich auf diese Weise viel Interessantes auch für mich persönlich ganz neu, und erhalte dabei ein besonderes Gefühl der Beteiligung. Es ist fast wie eine echte Reise!
So etwas Ähnliches wäre doch vielleicht auch eine Idee für Schulklassen, ein Austausch unter Schulen in den verschiedenen Regionen, auch durch die Einrichtung eines eigenen Projekt-Blogs zur Dokumentation. Vielleicht machen das ja einige Schulen schon.


Ancora un grande Grazie per il vostro impegno di scriverci e raccontarci cosí tanto.
Veramente non avevamo pensato di scoprire tanta gentilezza e generositá attraverso questo progetto che, se ricordate, ci siamo inventati in modo un po‘ spontaneo. Che bello sentirsi piú vicini attraverso queste cartoline e questi racconti che stanno girando l’Italia!

Nochmal ganz herzlichen Dank für die Mühe, uns so viel zu schreiben und zu erzählen.
Wir haben wirklich nicht mit so viel Freundlichkeit und Großzügigkeit gerechnet, als wir diese Initiative eher spontan ins Leben gerufen haben. Es ist schön sich auf diese Weise näher bei einander zu fühlen, durch diese Postkarten und Berichte, die quer durch ganz Italien reisen.


These moments.

24. März 2011

Wieder besuchten wir unsere Esche Elisabeth.
Wieder waren wir etwas enttäuscht, da die erwarteten Frühlingszeichen noch ausbleiben, eigentlich sieht alles genauso aus wie vor einigen Wochen.

Abbiamo fatto visita al nostro frassino Elisabeth.
Ancora una volta siamo rimasti un po‘ delusi: nessun segno di primavera, tutto sembra come alcune settimane fa.

Aber was ist das?
Wenn man genau hinsieht, dann sieht es so aus, als wären die Knospen größer und praller geworden. Auch wenn es von außen immer noch „nach Nichts“ aussieht: da drinnen lebt etwas, bereitet sich etwas vor!

Ma osserviamo un po‘ meglio: non sembra che i germogli siano piú grandi e piú grossi?
Anche se a prima vista tutto pare invariato: ma lá dentro c’é qualcosa che vive, qualcosa che si sta sviluppando, sta crescendo, si sta preparando!

Rund um Elisabeth sprießt und blüht es immer mehr.
Bei den anderen Blumen und Pflanzen sieht es so aus, als wäre Blühen und Wachsen ein Kinderspiel, einfach und leicht.

Intorno ad Elisabeth le piante crescono e fioriscono.
A guardarli sembra un gioco per bambini, sembra tutto semplice e veloce.


Dabei ist Wachsen, ist Entwicklung anstrengend.
Es braucht immer wieder Pausen, es braucht immer wieder Innehalten und Distanz nehmen vom Weg, den man beschreitet.
Da kann man fast erschrecken: Wenn das Kleinkind auf einmal nicht mehr „so schön deutlich“ spricht wie vor zwei Wochen; oder wenn der Schüler von einem Tag auf den anderen vergessen zu haben scheint, wieviel 8 mal 7 ist; wenn auf einmal die Handschrift völlig anders aussieht. Und nach einer Weile geht es wie durch Zauberei wieder besser, sogar noch besser als vorher. Was ist bloß geschehen?
Manchmal gehen große Dinge im Verborgenen vor sich, wie in den Knospen der Esche Elisabeth. Große Dinge entwickeln sich im Kleinen, oft genau in jenen Augenblicken, wo es „nach Nichts“ oder nach Rückwärts-Gehen anstatt nach Vorwärts-Gehen aussieht. Wenn Dinge sich weiterentwickeln, sind Geist und/oder Körper dermaßen damit beschäftigt, dass es an Aufmerksamkeit für andere Dinge zu fehlen scheint. Ähnlich passiert es auch in der Pubertät, wo es sozusagen zu einer Neuprogrammierung vieler Vorgänge im Gehirn kommt. Und wir Erwachsene wundern uns und werfen dem Kind oder Jugendlichen schnell mal „mangelnden Willen“ vor.
Es ist immer wieder dasselbe: Es braucht Vertrauen und Zuversicht. Was wir uns fragen können ist, ob wir das Beste tun, um die Lebens- und Entwicklungsprozesse dieses Abschnitts zu unterstützen. Wenn Kinder größer werden, muss die „vorbereitete Umgebung“ an ihre neuen Bedürfnisse angepasst werden. Es braucht nun, salopp ausgedrückt, nicht mehr „nur“ schönes Montessori-Material zum Zahlen- und Buchstabenlernen, sondern zunehmend vorbereitete Umgebung für die Seele und für den Geist. Die Heranwachsenden setzen sich jetzt immer mehr mit den Fragen des Ich, mit den Fragen des Lebens auseinander: Wer bin ich, wer möchte ich sein, wohin möchte ich gehen, warum? Sie klappen ihre Bücher zu und möchten sich mit realen Menschen befassen, Meinungen austauschen, Fragen stellen, und vor allem Ernst genommen werden, um „von innen heraus“ zu wachsen.
Wir sind nicht im Stande  alles zu verstehen und zu begreifen, vor allem nicht die Dinge, die unser Auge nicht sehen kann. Gerade jetzt ist der Moment da, mit dem Herzen zu sehen, wie es in einem berühmten Zitat aus „Der Kleine Prinz“ heißt.
Liebe ist nie die falsche Antwort.

Es hilft mir immer wieder, mir selbst diesen Satz in Erinnerung zu rufen. Dann, wenn ich in mir Ungeduld fühle oder Unzufriedenheit. Dann kann ich mir selbst, in meinem Entwicklungsprozess, diese Antwort geben: denn die Entwicklung, das Wachsen,  das Besser-Werden, ist nie zu Ende, solange wir leben. Und Liebe heißt, bei sich selbst anzufangen.

Invece crescita e sviluppo sono un grande lavoro impegnativo.
Queste fasi hanno bisogno di riposo, di pause nelle quali prendere la distanza dal percorso iniziato.
C’é quasi da spaventarsi: il piccolo bambino improvvisamente non parla piú cosí bene come solo due settimane fa e sembra non ricordarsi le parole che giá conosceva. L’alunno non sembra piú in grado di ricordarsi quanto fa 7 per 8. La calligrafia da un giorno all’altro non é piú da riconoscere. E poi, dopo un po‘ di tempo, tutto sembra rimettersi a posto come per magia, anzi  meglio, ci sono grandi progressi da osservare. Ma cosa é successo?
A volte le cose si sviluppano in segreto, come nei germogli di Elisabeth. Le grandi cose crescono nel piccolo, spesso proprio durante i periodi dove a noi sembra che „non succede niente“, o addiritura sembra che si stia andando indietro anzicché in avanti. Durante certi sviluppi la mente e/o il corpo sono talmente impegnati con questo processo che non c’é energia e attenzione per altre cose (che magari „a noi“ sembrano ultra-importanti). Succede ad esempio durante l’adolescenza, dove praticamente molti processi nel cervello vengono riprogrammati, é una fase molto sensibile. Ma noi che non lo sappiamo o non lo vediamo o non ci ricordiamo come noi stessi abbiamo vissuto quel periodo, siamo subito pronti di accusare i ragazzi di „mancanza di volontá“.
Alla fine é sempre la stessa cosa: dobbiamo avere fiducia nel processo di vita, di sviluppo. Ció che possiamo chiederci é se stiamo facendo il meglio per rendere possibile un processo di sviluppo che rispetta i tempi e lo spazio di cui l’essere umano ha bisogno, ad esempio tramite l’ambiente preparato. Quando i bambini crescono, la domanda dell’ambiente preparato diventa piú complessa: perché non si tratta piú „solo“ (per dirla un po‘ cosí) di mettere a disposizione materiale didattico per imparare i numeri e l’alfabeto, ma serve sempre di piú un altro tipo di ambiente preparato: per la mente e per lo spirito. È il momento in cui i ragazzi iniziano a chiedersi chi essere, dove andare e perché. Mettono da parte i libri e vogliono fare le loro domande a delle persone reali, che li prendono sul serio, per confrontarsi e crescere „da dentro“.
Nella nostra imperfezione non siamo in grado di capire e comprendere tutto, soprattutto quello che non riusciamo a vedere con gli occhi. Ecco uno di quei momenti dove é meglio guardare con il cuore, come dice una famosa citazione di „Il piccolo principe“.
L’amore non é mai la risposta sbagliata.
A me aiuta, in momenti di sconforto e impazienza, ricordarmi di questa frase. È la risposta di cui ho bisogno nel mio personale processo di sviluppo, perché é cosí: non si finisce mai a crescere, a svilupparsi, a cambiare e a poter diventare migliori. E Amore significa anche iniziare da sé stessi.


Wie gut ist es doch, in der Sonne zu sitzen und an einem Stück Holz zu schnitzen, wenn gerade so ein Tag ist, an dem man nicht mehr zu wissen scheint, wieviel 8 mal 7 ist. 😉

Che bello starsene seduti al sole e lavorare con un pezzo di legno il giorno in cui sembra si abbia dimenticato quanto fa 8 per 7. 😉


Artist of the month: May Hofer

23. März 2011


Unsere Künstlerin des Monats ist May Hofer (1896-2000).

Um über ihr Leben zu lesen und ihre Werke kennenzulernen, benutzten wir zwei Bücher, die der Südtiroler Künstlerbund herausgegeben hat (in der Leihbücherei gefunden, siehe unten).
Hier kann man ihre Kurzbiografie nachlesen (in deutsch, englisch und italienisch); Sandro hat wie berichtet selbst eine Biografie anhand von Stichworten eines Dosendiktats erstellt.
Ihre Werke – Emaillen und vor allem textile Applikationen – sind wunderschön und sehr beeindruckend.
Sandro wählte als Ausgang für ein Bild in Wasserfarbe diese Applikation aus May Hofers Zyklus „Die Erschaffung der Welt – Der 4. Tag“:

La nostra artista del mese é May Hofer (1896-2000).
Come avevo giá raccontato Sandro ha scritto una sua breve biografia grazie agli spunti dell‘ ultimo Dettato del Barattolo.
Qui su Fembio potete leggere sulla vita di May Hofer (in italiano, tedesco e inglese).
Le sue opere, soprattutto le ceramiche a smalto e le applicazioni tessili, sono meravigliose.
Sandro ha scelto questa applicazione in stoffa di May Hofer, dal ciclo „La creazione del mondo – Il quarto giorno“:


Dann machte er eine kleine Skizze mit Bleistift,

Poi ha fatto un piccolo schizzo a matita,

und wählte dann ungefähr die Farben. Dann ging’s ans Ausmalen.

e ha scelto piú o meno i colori da usare.


Viele Details werden erst dann sichtbar, wenn man versucht sie nachzumachen, meinte Sandro. So wird, was auf dem ersten Blick einfach erscheint, dann doch ziemlich schwierig. Ganz zufrieden war er mit seinem Ergebnis nicht, derzeit liegt ihm auch das Zeichnen viel eher als das Malen. Dem werde ich wohl bei meinen nächsten Vorschlägen Rechnung tragen.

Sandro dice che di molti dettagli si é accorto solo nel momento del copiare. Cosí ció che al primo momento sembra facile, poi non lo é piú. Sandro non era molto soddisfatto del suo lavoro, infatti in questo periodo preferisce disegnare anzicché dipingere. Me lo dovró ricordare per le prossime proposte.

Unbegreiflicherweise findet sich im Internet kaum etwas über diese großartige Künstlerin. Falls jemand dieses Buch hier unten, aus dem das Foto der Künstlerin und ihres Bildes stammen, in die Hände bekommt: ein Blick hinein lohnt sich wirklich.
May Hofers gesamter „Schöpfungszyklus“ befindet sich übrigens im Wiener Museum für Angewandte Kunst.

Purtroppo in rete si trovano pochissime informazioni su questa artista. Consiglio dunque di dare un’occhiata a questo libro se vi capita fra le mani. Viene davvero voglia di provare un giorno a „dipingere“ con le stoffe…
Il completo „Ciclo della creazione“ di May Hofer si trova nel MAK di Vienna (Museo delle Arti Applicate – Muesum für Angewandte Kunst).