Welcome Pulsatilla

5. März 2011

Letztes Jahr, vielleicht erinnert ihr euch noch, war die Pulsatilla nicht nur eine unserer ersten Frühlingsblüherinen sondern auch unsere Botschafterin des Internationalen Jahres für Biodiversität. Wir hatten sie nach und nach fotografisch dokumentiert: hier das Verblühen, hier die lustigen Wuschelköpfe.
Jetzt genießen wir die hübschen Blüten der ersten Pulsatilla, die wir heuer entdeckt haben. Sind sie nicht zauberhaft schön, wie von einer anderen Welt?
Vielleicht mag man sich wundern, dass ich fast ausschließlich über wild wachsende Pflanzen erzähle und mich für sie begeistere. Doch es stimmt, zu ihnen habe ich einfach eine ganz andere Beziehung als zu den im Garten angepflanzten Blumen und Sträuchern.
Die Pflanzen „aus der Wildnis“ symbolisieren die Kraft, die von innen heraus kommt, das Leben selbst, das ohne regelmäßiges Gießen, Düngen, Pflege auskommt.
Das Wunder, das immer wieder aufs Neue passiert.
Die kraftvollen und zugleich zarten Blüten der Pulsatilla, wie sie da inmitten von noch braunem Gras, Moos, Fels und scheinbarer Öde sprießen, sind ein Symbol des Glaubens und der Zuversicht für mich. Und jedes Jahr aufs Neue macht mein Herz einen Sprung beim Anblick der ersten Pulsatillas.

Anche l’anno scorso l’abbiamo osservata: la Pulsatilla. Durante e dopo la fioritura e quando infine sono rimasti solo „i capelli“.
E rieccola anche quest’anno. Non é bellissima?
Forse qualcuno si meraviglia perché parlo quasi esclusivamente di piante selvatiche. È vero che questi hanno un particolare fascino per me, ho un altro tipo di rapporto con loro, diverso da quello che ho nei confronti delle piante di giardino e orto.
Le piante che crescono spontaneamente per me rappresentano una capacitá e forza speciale, sono la vita stessa che si manifesta come un vero dono che non ha prezzo; la vita che si sviluppa senza bisogno di essere innaffiata, curata, concimata.
Una meraviglia che si rinnova, anno dopo anno.
I fiori della Pulsatilla in mezzo all’erba ancora marrone, il muschio e la roccia, per me sono un simbolo di fede e di fiducia. E ogni anno, non appena vedo la prima Pulsatilla, il mio cuore fa un piccolo salto di gioia.


Women’s History 3: Women in 16th and 17th Century

5. März 2011


Teil 3 unserer Reise in die Geschichte der Frauen.
Die Philosophie des Humanismus während der Renaissance trägt zur Veränderung des Menschen- und damit des Frauenbilds bei: dem Individuum wird jetzt mehr Bedeutung beigemessen, Erziehung und Bildung werden wichtiger. Für Frauen der Aristokratie und des höheren Bürgertums wird Wissen wesentlicher Bestandteil ihrer Bildung und ermöglicht den Frauen neue Freiheiten.
Je nach Lebensalter, Zivilstand und sozialer Schicht ergeben sich unterschiedliche Voraussetzungen für Frauen, Rechtsgeschäfte zu tätigen und Herrschaftsfunktionen auszuüben. Die meisten Frauen haben weiterhin eingeschränkten Zugang zu Bildung und sind von vielen Berufen ausgeschlossen.

Viaggio numero 3 nella storia femminile.
La filosofia durante l‘Umanismo e il Rinascimento cambia il modello di vedere l’essere umano e anche il modello di donna. L’individuo diventa piú importante e cosí anche  educazione e istruzione. Per le donne dell’aristocratia l’istruzione diventa una chiave per aprire le porte verso piú libertá.
Ma le condizioni per le donne dipendono ancora da età, stato civile e classe sociale. La maggior parte delle donne continua ad avere un accesso limitato all’istruzione, e molte professioni escludono le donne.

Ab dem Spätmittelalter setzen sich Männer wie Frauen mit der Gleichheit der Geschlechter auseinander.
Der deutsche Universalgelehrte, Theologe, Jurist, Arzt und Philosoph Heinricus Cornelius Agrippa von Nettesheim (1486-1535)  interpretiert biblische Texte neu, „um die Überlegenheit des weiblichen Geschlechts zu beweisen“.
1522 veröffentlicht Martin Luther den Traktat „Vom ehelichen Leben“, eine Kampfschrift gegen das geistliche Zwangszölibat der römischen Kirche. Zugleich preist er die Mutterschaft als einzige Daseinsberechtigung für Frauen: „Die größte Ehre, die das Weib hat, ist, dass die Männer durch sie geboren werden.“

A partire dal tardo Medioevo sia  uomini che donne trattano il tema dell’uguaglianza.
Il tedesco Heinricus Cornelio Agrippa von Nettesheim (1486-1535), studioso, teologo, giurista, medico e filosofo, re-interpreta i testi biblici „per dimostrare la superiorità del sesso femminile“.
Nel 1522 Martin Lutero pubblica un  trattato sulla vita matrimoniale e si dichiara contro il celibato del clero della Chiesa romana. La maternitá secondo lui  per la donna é l’unico motivo di esistere: „Il più grande onore che la donna ha è che gli uomini nascono attraverso lei“.

Elisabeth I., ihre Regierungszeit als Königin von England und Irland von 1558 bis 1603 ist heute als Elisabethanisches Zeitalter bekannt.
In dieser Zeit erhielt die Anglikanische Kirche ihre endgültige Ausprägung, entstanden zahlreiche Werke William Shakespeares, wurde die moderne Wissenschaft mit Francis Bacon begründet und die Welt von Francis Drake umsegelt. Die erste englische Kolonie in Amerika wurde in dieser Zeit gegründet und zu ihren Ehren Virginia benannt (die unverheiratete Königin trug den Beinamen „Jungfräuliche Königin“, Virgin Queen).

Elisabetta I,  regina d’Inghilterra e Irlanda 1558-1603; l’epoca oggi é conosciuta come l’epoca elisabettiana.
È il periodo durante il quale William Shakespeare produce le sue famose opere, inizia  la scienza moderna attraverso Francis Bacon e hanno luogo le navigazioni intorno al mondo di Francis Drake. Viene fondata la prima colonia inglese in America e chiamata Virginia in onore della regina (la regina non era sposata e portava il soprannome „Virgin Queen“).

Christina von Schweden ist Königin von Schweden von 1632 bis 1654.
Als ihr Vater in der Schlacht bei Lützen fällt und sie seine Thronfolgerin wurde, ist sie fünf Jahre alt. Kristina lernt reiten und jagen, legt wenig Wert auf ihre Kleidung und verbringt ihre Nächte lieber mit ihren Studien als mit Schlaf. Seit 1635 zur Königin erzogen (auf Wunsch des Vaters wird sie wie ein Mann ausgebildet), übernimmt sie als 18-Jährige die Regierungsgewalt.

Cristina di Svezia, regina di Svezia 1632-1654.
Quando suo padre cade nella battaglia di Lutzen, lei é la sua erede e ha cinque anni. Cristina impara a cavalcare e a cacciare, dá poco valore al suo abbigliamento e passa le notti a leggere e a studiare anzicché a dormire. Dal 1635 viene educata a diventare regina (su richiesta del padre viene educata „come un uomo“) e a 18 anni prende in mano il governo del suo paese.

Mittlerweile kennt ihr aus diesem Blog meine Begeisterung für Maria Sibylla Merian. Sie darf an dieser Zeitschnur natürlich nicht fehlen. Maria Sibylla Merian gehört zu den wenigen Töchtern berühmter Männer, die ihrem Vater an Berühmtheit in nichts nachstanden, ja, sie hat ihn sogar an Vielfalt der Fähigkeiten und an Mut bei ihrer Umsetzung übertroffen.
Weitere erfolgreiche Künstlerinnen dieser Jahrhunderte sind Artemisia Gentileschi (eine traurige Geschichte) und Sofonisba Anguissola (die als erste Künstlerin der Renaissance betrachtet wird und zahlreiche Selbstporträts malte, was damals unüblich war). Wann wird man in der Schule im Zuge des Allgemeinwissens über solche Künstlerinnen mit derselben Selbstverständlichkeit etwas erfahren wie über ihre männlichen Kollegen? Ich habe während meiner Schulzeit keine einzige Frau aus der Kunst kennengelernt; ich kann natürlich nicht sagen, wie es heute ist. Und ihr?

Ormai conoscete, attraverso questo blog, la mia passione per l ‚artista Maria Sibylla Merian. Ovviamente lei non poteva mancara in questo pezzo di storia.
Altre donne importanti dell’arte in questi secoli sono Artemisia Gentileschi con la sua triste storia e Sofonisba Anguissola, riconosciuta come prima pittrice del Rinascimento; lei ha dipinto molti autoritratti, una cosa molto inusuale in quell’epoca.
Quando si imparerá a scuola qualcosa su artiste come loro con la stessa naturalezza con la quale vengono insegnate vita e opere dei loro colleghi maschi? Non so voi, ma io durante i miei anni di scuola non ho conosciuto nemmeno
una artista. Oggi é diverso di allora? Io non lo so.

Neben den bereits erwähnten Büchern/Katalogen benutzen wir jetzt auch weitere passende Bücher und Bildbände, wie etwa „Leben und Liebe in Italien zur Zeit der Renaissance“. Hier finden wir interessante Hinweise zu anderen großen Frauen dieser Zeit, wie Caterina Sforza. Auch sie kannte ich nicht. Wie viel gibt es doch noch zu lesen, zu lernen!
Ebenfalls nützlich sind jetzt die Bücher „Bildband zur Geschichte Österreichs“ und „Tirols Geschichte in Wort und Bild“ sowie „Künstlerinnen„, ein Bildband von Susan Fisher Sterling, der Künstlerinnen und ihre Werke quer durch die verschiedenen historischen Epochen aus dem National Museum of Women in the Arts vorstellt.
Ach ja, in dem Museum würde ich gern mal eine ganze Woche verbringen. Wer von euch kommt mit? 😉

Oltre ai libri/cataloghi che avevo giá accennato ora usiamo anche altri libri, come per esempio „Vita e amore in Italia ai tempi del Rinascimento“ di Luisa Pierotti-Cei. Qui troviamo raccontati altri personaggi femminili importanti come Caterina Sforza. Non la conoscevo ancora; ma quanto c’é ancora da leggere, da imparare?
Altri libri che stiamo usando sono uno sulla storia del Tirolo, uno sulla storia dell’Austria e il libretto „Artiste“ di Susan Fisher Sterling che presenta artiste e opere del National Museum Of Women in the Arts, epoca per epoca.
Ah, mi piacerebbe passare una settimana intera in questo museo. Chi di voi mi accompagna? 🙂