Le cose belle della… Friuli Venezia Giulia!

14. März 2011

Con quale cartolina, quale lettera iniziare?
Nella scorsa settimana il postino ha portato davvero tanta posta da molte regioni dell’Italia. Ho lasciato scegliere a Sandro la terza regione: ecco a noi e voi la Friuli Venezia Giulia con la cittá Trieste!
Grazie Melanele per partecipare all’iniziativa  „Italia 150 – solo cose belle!“

Mit welcher Postkarte, welchem Brief beginnen?
Letzte Woche haben wir so viel Post aus ganz Italien erhalten. Ich überließ es Sandro zu entscheiden, welche die dritte Region unseres Projekts „Italien 150 – nur schöne Dinge“ sein sollte. Es ist also die Region Friaul-Julisch-Venetien mit der Stadt Triest, danke Melanele!

La cartolina di Trieste ci racconta molte cose della sua storia (grazie anche a ció che Melanele ci scrive nella sua lettera!).
Gli inizi di Tergeste (nome romano) con il „Teatro Romano“.
Il rosone della Cattedrale di San Giusto, il patrono, nel XIV° secolo.
Il castello di Miramare, fatto costruire da Massimiliano d’Asburgo (ormai sapete dell’attuale passione di Sandro per „l’antica Austria“ 😉 per cui si sente subito legato a Trieste). Oggi ospita una riserva marina del WWF.
Il Canale di Ponterosso con sullo sfondo la chiesa cattolica di Sant’Antonio, le cupole della chiesa serbo-ortodossa di S. Spiridione. Melanele racconta che ci sono anche una chiesa greco-ortodossa e una delle piú grandi sinagoghe d’Europa, segno di una cittá da sempre multietnica e tollerante.
E il Faro della Vittoria.
A Trieste si trova anche la Grotta Gigante, la grotta turistica piú grande del mondo. (Uhm… ho un vago ricordo… mi sembra che ci sono stata una volta da bambina… devo chiedere a mia madre!)
E il Museo Ferroviario.
Melanele consiglia anche il Tram de Opcina, il tram a cremagliera che sale a Opicina, in Carso
.
Trieste é inoltre una cittá di scienze!

Die Ansichtskarte von Triest erzählt Einiges über die Geschichte.
Die Anfänge von Tergeste (römischer Name) mit Amphitheater aus der Römerzeit.
Die Rose der Kathedrale von San Giusto (St. Justus), dem Schutzpatron der Stadt, erbaut im 14. Jh.
Das Schloss Miramare, erbaut unter Erzherzog Ferdinand Maximilian von Österreich (ihr kennt ja Sandros Interesse für österreichische Geschichte, daher war er sofort begeistert von Triest).
Der Canale Ponterosso und im Hintergrund die katholische Kirche von St. Anton, daneben die Kuppeln der serbisch-orthodoxen Kirche S. Spiridione. Melanele erzählt in ihrem Brief, dass es auch eine griechisch-orthodoxe Kirche und eine der größten europäischen Synagogen in Triest gibt; Zeichen für eine seit  jeher religiös und kulturell offene und tolerante Stadt.
Und der Faro della Vittoria, der Sieges-Leuchtturm.
In Triest befindet sich auch die größte begehbare Grotte, die Grotta Gigante. Ich glaube, als Kind war ich einmal dort, ich habe eine leichte Erinnerung daran.
Und das Eisenbahn-Museum.
Ein weiteres Highlight ist die Tram de Opcina.

Nella busta c’erano altre due cartoline in stile umoristico anni ’50 che fanno riferimento alla Bora. Uh, non sapevo ci fosse tanto vento da queste parti! Ci fa un certo effetto leggere di tegole che volano dai tetti, cassonetti dei rifiuti che devono essere di metallo pesante per non volare via e di una gru galleggiante (chiamata „Ursus„) che ha mollato gli ormeggi. G-gulp!
> tutto sulla Bora
> foto con i danni per la Bora
> danni per la Bora 2010
Queste due cartoline hanno fatto ridere Sandro e sono piaciute anche molto a John. 😉

Im Briefumschlag lagen zwei weitere Postkarten, im humoristischen Stil der 50er Jahre, die sich auf die Bora, den typischen kalten Fall-Wind in dieser Zone, beziehen. Huch, wir wussten gar nicht dass es hier so windig zugeht! Es war eine Überraschung im Brief darüber zu lesen: fliegende Dachziegel, aus schwerem Metall gebaute Mülltonnen (da jene aus Plastik sich bei Bora selbständig machen und dadurch sehr gefährlich sind), und ein schwimmender Kran, „Ursus“ genannt (hier Bild), der sich erst kürzlich aus der Verankerung gerissen und in Richtung Golf geschwommen ist!
> Bilder von Schäden durch die Bora
> Schäden durch die Bora 2010

Diese beiden Postkarten brachten Sandro zum Lachen und gefallen auch John gut. 🙂

„Trieste ha una storia abbastanza travagliata. Unico porto dell’Impero Asburgico, si unisce all’Italia appena nel 1918. Dopo la seconda guerra mondiale il suo territorio viene spezzato in due: una parte torna all’Italia nel 1954, e una parte va alla Jugoslavia. I conflitti con la minoranza slovena sembrano ora finalmente dimenticati, grazie anche alla sparizione delle frontiere (sparizione anche fisica delle barriere), e al ricambio generazionale.“
Grazie ancora Melanele, anche per i link che ci hai mandato, e un caro saluto al Giovane Apprendista e alla tua dolce metá!

Als Grenzland hat auch die Region Friaul-Julisch-Venetien eine sehr bewegte Geschichte. Auch diese Region gehört wie unsere zu den autonomen Regionen mit Sonderstatut. Erst 1918 kam Triest zu Italien; die Stadt gehörte vorher zu Österreich und war dessen bedeutendster Hafen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Stadt und ihr Umland von Jugoslawien beansprucht und immer wieder zeigten sich große Herausforderungen im Umgang mit den ethnischen Minderheiten. Nach dem EU-Beitritt Sloweniens hat sich Vieles zum Guten gewendet, auch die sichtbaren Grenzen sind verschwunden und die Konflikte gehören der Vergangenheit an.
Danke nochmal Melanele für deinen Beitrag und schöne Grüße an deine Familie!


Blaues Wunder.

14. März 2011


Die Leberblümchenblüte hat ihren Höhepunkt erreicht.

La fioritura dell’erba trinitá ha raggiunto il culmine.


Ich habe vor einigen Tagen auch meine Nichte mitgenommen, um ihr das „Blaue Wunder“ im kleinen Wäldchen zu zeigen.

Alcuni giorni fa ho portato anche mia nipote per ammirare la „meraviglia in blu“.


Wenn man mitten in den blau-violetten Blüten steht, fühlt es sich auf eine gewisse Weise „unwirklich“ an – dabei kann Wirklichkeit kaum wirklicher sein.
„Wie ein Märchenwald„, meinte Ju.

Quando si sta in mezzo a tutti questi fiorellini blu-viola in un certo senso sembra essere in una realtá „diversa“, un po‘ irreale. Eppure la realtá non puó essere molto piú reale di questa! „Come in un bosco incantato„, ha detto Ju.

Wir haben bemerkt, dass die Blüten viel größer aussehen als vor etwa zehn Tagen. Und tatsächlich haben wir dann gelesen, dass sich in der Blütezeit die Blütenblätter um das Doppelte verlängern. Wusstet ihr das?

Ci é sembrato che i fiori fossero piú grandi rispetto a una decina di giorni fa. E infatti poi abbiamo letto che durante la fase di fioritura i fiori dell’erba trinitá raggiungono il doppio della loro dimensione. Lo sapevate?

Wir lesen weiters: Der in der violett-blauen Färbung enthaltene Farbstoff Anthocyan wandelt Licht in Wärme um und schützt dadurch die Blüte vor möglichen Frost, der in dieser Jahreszeit vor allem nachts immer wieder hereinbrechen kann. Uns ist aufgefallen, dass auch andere unserer Frühblüher im Wald blau-violett sind: wie Veilchen und Pulsatilla.
Es braucht derzeit nicht die Frage von der Umwandlung von Licht in Wärme, um über Energieproduktion und dann auch Atomkraft zu sprechen. Die aktuellen tragischen und traurigen Meldungen aus Japan setzen uns allen ziemlich zu und bestimmen immer wieder den Tag.
Wie ich schon einmal geschrieben habe, findet in Italien zwischen Mitte April und Mitte Juni eine Volksabstimmung statt, durch die wir die Möglichkeit haben, die verrückte Idee von Du-Weißt-Schon-Wer, nämlich in Italien die Atomkraft wieder einzuführen, abzulehnen. Es wird dabei auch um die Gültigkeit der Abstimmung gehen, denn seit Jahrzehnten wurde die (verflixte) 50 Prozent Beteiligungshürde nicht erreicht. Die italienische Bevölkerung von einer Volksabstimmung abzuhalten ist sehr einfach, wenn man wie Du-Weißt-Schon-Wer die meisten großen Medien in der Hand hält: man informiert die Bevölkerung einfach nicht; außerdem kann man auch ein Abstimmungsdatum festsetzen, an dem die meisten vielleicht schon in die Sommerferien gefahren sind – „Andate al mare!“, Fahrt doch ans Meer!, diese Aufforderung haben wir anlässlich von Volksabstimmungen nicht nur einmal gehört.
Ich werde mich bemühen, meinen Beitrag zu leisten, damit diese Volksabstimmung nicht scheitert: denn wenn die Atomenergie abgewendet wird, besteht die berechtigte Annahme, dass Italien nicht anders können wird als in Richtung Energie-Ersparnis und alternative Energieträger zu gehen. Ich werde demnächst versuchen, ob ich in meinem Dorf nicht einen Info-Abend zu diesem Thema organisieren kann. Jede, wirklich jede Stimme zählt! – hoffen wir, dass die Einheit Italiens, die Einheit der Bürgerinnen und Bürger Italiens, in diesem Zusammenhang sichtbar und deutlich wird. Ansonsten befürchte ich schlimme Zeiten…!

Leggiamo anche: il colore blu-violetto contiene antociano che converte la luce in calore, proteggendo il fiore dal gelo che soprattutto in questo periodo dell’anno di notte puó esserci. Abbiamo notato che anche altri fiori che adesso si trovano nel bosco sono di colore viola-blu: come le viole e la pulsatilla.
Al momento, purtroppo, non serve lo spunto dato da questo meccanismo per arrivare a parlare di produzione di energia e cosí anche di energia nucleare. Le attuali notizie tragiche e tristi che giungono dal Giappone ci seguono per tutta la giornata. Come ho giá scritto una volta, in Italia tra metà aprile e metà giugno avrá luogo un referendum per dire No al ritorno all’energia nucleare, avremo l’occasione di fermare la folle proposta di Tu-Sai-Chi. Non si tratterá solo di dire di No ma di essere in abbastanza votanti, per raggiungere il (maledetto) quorum di partecipazione del 50 %; come sappiamo negli ultimi decenni non é mai piú stato raggiunto. Non é difficile fare in modo che gli italiani non vadano a votare: se come Tu-Sai-Chi hai in mano gran parte dei massmedia, é abbastanza semplice (basta un po‘ di desinformazione); poi si potrebbe anche impostare la data del referendum in un giorno particolare come per esempio l’inizio delle vacanze estive quando molti sono giá partiti da casa; non sarebbe la prima volta che il messaggio é: „Andate al mare!“. –
Per quanto mi riguarda farò del mio meglio per dare il mio contributo: se riuscissimo a dire effettivamente di NO all’energia nucleare, in conseguenza l’Italia sarebbe praticamente costretta ad andare verso fonti di energia di risparmio energetico ed energie alternative. Proveró ad organizzare nel mio paeseuna serata di informazione su questo referendum (e anche quello dell’acqua). Ogni singolo voto conta! – Mi auguro che  l’unitá dell’Italia, l’unità dei cittadini e delle cittadine italiani, in questo contesto sia chiaramente visibile. Altrimenti la vedo veramente brutta…!