Hey Oswald!

13. September 2011


Ein wassermus in einer pfann,
der braten knapp bemessen,
wildbret und fisch in acht und bann,
die dürft ihr gar nicht essen.
Damit genug, hebt euch von dann
ihr seid zu lang gesessen,
zwei groschen zahle jedermann
das sollt ihr nicht vergessen,
genug gefressen!
Ein wein so süß wie schlehentrank
macht mir die kehle rauh und krank,
dass sich verwirret mein gesang.
„Traminer“ denk ich oft und lang
sein harter zwang
wird mir den rachen schrumpfen.

Mit dem Gedicht und Lied des Monats, diesmal von Oswald von Wolkenstein, steigen wir wieder ins Mittelalter ein.

Con la poesia e canzone del mese, questa volta di Oswald von Wolkenstein, torniamo nel Medioevo.

Über das abwechslungsreiche Leben des berühmten Südtirolers erfuhren wir aus diesem Buch sowie aus der CD „Geschichte der deutschen Literatur“, wo auch weitere Werke vorgestellt werden.
Wir wollen demnächst die Sonderausstellung in Schloss Tirol besuchen, die ihm heuer gewidmet ist.
Als Sandro gelesen hatte, dass Oswald dem Drachenorden angehörte, recherchierte er dazu weiter und fand heraus, dass diesem Orden auch Vlad II Dracul angehörte, der Vater des später als Vorbild für Bram Stokers Romanfigur „Dracula“ geltenden Vlad III. So kommen wir vom spätmittelalterlichen Gesang zu den Vampiren… 😉

Della vita del famoso sudtirolese abbiamo letto da questo libro e ascoltato il capitolo dedicato a lui sul nostro audiobook di storia della letteratura tedesca.
Prossimamente visiteremo la mostra dedicata a lui a Castel Tirolo.
Quando Sandro ha letto che Oswald faceva parte dell‘Ordine del Drago, ha fatto qualche ricerca in piú e ha scoperto che a questo Ordine apparteneva pure Vlad II Dracul, il padre di Vlad III la cui figura sembra essere stata l’ispirazione per Bram Stoker a creare „Dracula“. Siamo dunque partiti con poesia medievale e arrivati all’argomento dei vampiri… 😉



Under der linden

7. Juli 2011

Under der linden
an der heide,
dâ unser zweier bette was,
dâ muget ir vinden
schône beide
gebrochen bluomen unde gras.
Vor dem walde in einem tal,
tandaradei,
schône sanc diu nahtegal.

Unser Gedicht des Monats stammt vom Minnesänger Walther von der Vogelweide, der um 1200 lebte.
Lange gab es Diskussionen über seine genaue Herkunft: als Kind habe ich noch gelernt, dass er aus Südtirol stammte – daher steht seine Statue auch in Bozen auf dem Waltherplatz – doch mittlerweile steht ziemlich klar fest, dass das nicht der Fall ist.

La nostra poesia del mese é del Minnesänger  Walther von der Vogelweide che visse attorno al 1200.
Per lungo tempo si sono discusse le sue origini: quando andavo a scuola io ci hanno insegnato che fosse un sudtirolese, ecco dunque perché la sua statua sta nella piazza principale di Bolzano, in piazza Walther appunto. Ma nel frattempo possiamo essere abbastanza sicuri che non é nato nella nostra provincia.

Wie andere Minnesänger war Walther nicht gerade wohlhabend und also immer abhängig von Fürsten und Herrschern, für die er dichtete und sang. Aus diesem Grunde wohl kritisierte er auch den ständigen Streit zwischen Kirche und Kaiser.
Von Friedrich II. erhielt er um 1220 einen Lehenshof bei Würzburg.

Come altri Minnesänger, Walther non era ricco e dunque sempre dipendente da chi regnava. Questo é uno dei motivi per i quali spesso criticó i conflitti fra chiesa e imperatore.
Da Federico II nel 1220 ricevette una proprietá a Würzburg.

Es gibt einige Besonderheiten zu Walther von der Vogelweide. So war er etwa der erste Minnesänger, der vom klassischen Minnesang, der „Hohen Minne“ – also dem Besingen einer adeligen Dame, einer sog. „frouwe“, die Verehrung in platonischer Liebe – abging und sich den echten Gefühlen widmete, der wirklich empfundenen Liebe, er besingt das einfache Mädchen vom Land („frouwelin“). Unser Gedicht des Monats ist ein Beispiel für diese „Niedere Minne“.
Walther von der Vogelweide war auch der erste, der sich der politischen Spruchdichtung widmete.
Walther schrieb drei große Reichssprüche: Darin präsentiert er sein Wunschbild eines idealen Staates; ein Land, in dem Recht und Friede, Ehre und Verehrung Gottes regieren.

Ci sono diversi particolari per quanto riguarda l’opera poetica di Walther von der Vogelweide. Lui é stato il primo Minnesänger che ha abbandonato il Minnesang „tradizionale“ (che aveva come oggetto la corte ad una dama) e ha invece „inventato“ il cosíddetto „Minnesang basso“ che era rivolto alle ragazze semplici e parlava di amore vero, autentico, non platonico. Anche la nostra poesia del mese „Under der linden“ descrive il luogo d’amore sotto un tiglio dove ancora si possono trovare i fiori ed i rami schiacciati dal „letto“ degli amanti ed ascoltare il canto dell’usignolo. 😉
Inoltre, Walther é stato il primo a introdurre la „poesia politica„. Ha scritto tre testi importanti nei quali presenta il suo modello ideale di stato, dove regnano diritto e pace e adorazione di Dio.

Als Minnesänger ist Walther von der Vogelweide auch unser Komponist des Monats.
Hier kann man unser Gedicht/Lied des Monats anhören und sich in Mittelalter-Stimmung versetzen.
Hier unten ein weiteres bekanntes Stück: „ich saz uf einem steine“.

Come Minnesänger Walter von der Vogelweide é anche il nostro compositore del mese.
Qui sopra possiamo ascoltare „Under der linden“ che ci trasporta in un’atmosfera medievale.
Qui sotto un altro pezzo abbastanza conosciuto: „ich saz uf einem steine“ (= stavo seduto su una roccia), sempre in lingua tedesca-medievale.


„Mary don’t you weep“

23. Mai 2011


Was für ein angenehmes und erholsames Wochenende. Nach einem etwas bewegten Samstagvormittag ein langer sonniger Nachmittag mit Spaziergängen, Lesen, Musikhören und Nichtstun. Diese Stunden des Nichtstun habe ich wirklich gebraucht! Dann ein Sonntag, der in diesem Tempo weiterging. Sehr passend zu einer Woche, die besonders voll ist mit Dingen, die erledigt werden wollen. Allen einen schönen und gutgelaunten Wochenbeginn!

Che bel finesettimana di relax. Dopo un sabato mattina abbastanza movimentato ecco un bellissimo pomeriggio di sole, di lettura, di musica, di passeggiate e di non-fare-niente. Ne avevo proprio bisogno! Poi una domenica che é proseguita nello stesso ritmo. Perfetto per prepararsi ad una settimana che prevede particolarmente tanti impegni. A tutti voi un buon inizio settimana!


Der erste Pfefferminzsirup dieses Jahres. Rezept hier.

Il primo sciroppo di menta di quest’anno. La ricetta é questa.


Musikgeschichte an der Zeitschnur

17. Mai 2011

Mit einem Ausflug in verschiedene Etappen der Musikgeschichte beenden wir für dieses Schuljahr den offiziellen „Musikunterricht“.
> Hier findet man unsere Arbeit an der Musik-Timeline vor zwei Jahren.

Con una gita nelle diverse epoche della storia della musica concludiamo ufficialmente questa materia per l’anno scolastico in corso.
> Qui trovate il nostro lavoro alla corda del tempo della musica due anni fa.

Weil diese Übung auch zeigen soll, wie gut Sandro sich in der Musikgeschichte auskennt – sei es über die einzelnen Komponisten wie auch über den historisch-politischen Rahmen -, überlasse ich ihm „das Referat“ und ergänze nur, wo notwendig, oder stelle passende Fragen.
– Der frühchristliche Gesang, die Gregorianischen Choräle, die Minnesänger. –

L’obiettivo di questo esercizio é quello di mostrare quanto Sandro si ricorda sia sulle epoche, sul contesto storico-politico delle varie epoche che sui compositori; ecco perché lascio fare la presentazione a lui. Io invece mi limito a fare delle domande di approfondimento o casomai aggiungo delle informazioni.
– Il canto dei primi cristiani, canti gregoriani, il menestrello. –

Die Zeitschnur erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern ist an die Grundkenntnisse eines 12jährigen angepasst.

Ovviamente la corda del tempo non é perfetta e si orienta alle conoscenze di base di un 12enne.


– Die Renaissance und ihre Merkmale. Das Barockzeitalter. – 

Il Rinascimento e le sue caratteristiche. Il barocco. –


Vivaldi, Bach, Händel.

Besondere Aufmerksamkeit gilt natürlich den vergangenen „Composers of the month“.

Attenzione particolare va data ai „composers of the month“ di quest’anno.

– Die Wiener Klassik. –

– L’epoca classica.

Mozart, Haydn, Beethoven…

Wenn ihm eine Melodie eines Stücks einfällt, summt oder singt Sandro sie mir vor. Schade, dass ihr das nicht hören könnt!
Oder ich singe: gut, dass ihr das nicht hören könnt! 🙂

Quando gli viene in mente una melodia di un pezzo del compositore del quale sta raccontando, Sandro canta: peccato che non riuscite a sentirlo!
Oppure canto io: per fortuna non riuscite a sentirmi! 🙂



Robert & Clara Schumann, Felix & Fanny Mendelssohn, Wagner, Verdi, Smetana

– Die Zeit nach dem Wiener Kongress und das neue Bewusstsein der Nationalstaaten. –

L’epoca dopo il Congresso di Vienna e le nuove nazioni. –


Bei dieser Gelegenheit hält Sandro auch Ausschau nach Kandidatinnen und Kandidaten für die künftigen „composers of the month“.

In questa occasione Sandro ha modo anche di fare proposte per candidati e candidate per i futuri „composers of the month“.

Liszt, Chopin

Debussy, Ravel, Mahler, Prokofieff, Schönberg…

Im Inneren der diesmal spiralförmig ausgelegten Zeitschnur befindet sich derBeginn des 20. Jahrhundert, wo die Reise diesmal endet.
– Aufbruch in die Moderne: Impressionismus, Expressionismus, Zwölftonmusik. –

All’interno della spirale della corda del tempo troviamo l’inizio del ventesimo secolo, dove il nostro viaggio finisce per stavolta.
– L’epoca moderna: impressionismo, espressionismo, twelve-tone-method. –

Und hier Sandros Kandidatinnen und Kandidaten für die nächsten „Composers of the month“!
Ich werde zum passenden Zeitpunkt allerdings auch einige Vorschläge einbringen, und zwar für die Bereiche Rock, Blues und Jazz. 😉

E qui le candidate e i candidati per i prossimi „Composers of the month“!
Comunque al momento giusto aggiungeró alcune proposte anch’io – per quanto riguarda il Rock, il Blues e il Jazz. 😉


Kuckuck! Cuccú!

28. April 2011

Vor kurzem sind wir auf einem Spaziergang einem Kuckuck begegnet: man hört diesen Vogel zwar täglich rufen, aber man bekommt ihn nicht so oft zu Gesicht, und wenn, dann hat man bestimmt keinen Fotoapparat zur Hand…

Poco fa abbiamo incontrato, durante una passeggiata, un cuculo seduto su un recinto: questo uccello lo sentiamo chiamare quasi ogni giorno in questo periodo, ma pochissime volte siamo riusciti ad osservarlo e mai avevamo a portata di mano la macchina fotografica…

Zum Kuckuck haben wir wieder in verschiedenen Büchern recherchiert und auch im Internet.
Hier
gibt es sehr schöne Bilder.

Abbiamo fatto alcune ricerche su questo uccello in diversi libri e anche in rete.
Qui ci sono delle belle fotografie.

Interessant, wie der Kuckuck in verschiedenen Sprachen heißt: Cuculo, Cuckoo, Kukushka, Kukula, Coucou…

Interessanti i nomi per il cuculo in altre lingue: Kuckuck, Cuckoo, Kukushka, Kukula, Coucou…

Natürlich glauben wir nicht, dass der Kuckuck „zu faul“ ist um ein eigenes Nest zu bauen! Wir fanden allerdings nur einen einzigen Hinweis darauf, warum der Kuckuck seine Eier in fremde Nester legt. Vermutlich hängt das damit zusammen, dass der Kuckuck früher wilde Rinderherden begleitete und sich vor allem von ihren Parassiten (Maden) und von den Fliegenschwärmen, die es da zuhauf gab, ernährte. Da die Rinderherden von Weide zu Weide zogen, musste der Kuckuck mitziehen und hatte also „keine Zeit“, sich um den Nestbau zu kümmern. Das wäre doch eine einleuchtende Erklärung!

Ovviamente non crediamo che il cuculo sia „troppo pigro“ per costruire un nido proprio ed allevare i propri figli! Abbiamo trovato una sola indicazione che potrebbe spiegare il suo comportamento. Probabilmente é collegato al fatto che in tempi passati questo uccello usava accompagnare le mandrie di manzi per nutrirsi dei loro parassiti e delle tantissimi mosche e moscerini che naturalmente si trovavano in questo tipo di ambiente. Cosí, visto che i manzi passavano da pascolo in pascolo in cerca di cibo, anche il cuculo si vedeva costretto di seguirli per non perdere la sua fonte di cibo. In pratica, in questo modo, „non aveva tempo“ per occuparsi di fare un proprio nido e accudire i piccoli e questo comportamento gli é rimasto fino ad oggi. Beh, potrebbe essere una spiegazione plausibile, no?

Wusstet ihr das? –  Vorbild für die Figur des Roadrunner war der Wegekuckuck (Geococcyx californianus, engl. Greater Roadrunner), ein großer amerikanischer Kuckucksvogel!

Lo sapevate? – Modello per il Beep Beep é stato il Geococcyx californianos, in inglese Greater Roadrunner, un tipo di cuculo americano, detto anche corridore della strada!

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Wir befassten uns noch ein wenig mit Redensarten, in denen der Kuckuck vorkommt, und sangen noch einige typische Kuckucks-Lieder wie:

Abbiamo anche parlato di proverbi tedeschi che hanno il cuculo come protagonista, e abbiamo cantato alcune canzoni tradizionali come:

Auf einem Baum ein Kuckuck – die Version von H. Grönemeyer hier
Kuckuck, Kuckuck ruft’s aus dem Wald
Der Kuckuck und der Esel – es gibt dazu sogar eine recht rockige Version qui una versione un po‘ rock ;)
La canzone del cuculo

Fallen euch noch weitere Kuckucks-Lieder ein?
Von Händel gibt es das nette Stück „Der Kuckuck und die Nachtigall.“
…Kuckuck! 🙂

Vi vengono in mente altre canzoni del cuculo?
Anche il compositore Händel si é dedicato al cuculo, é un pezzo molto simpatico.
… cuccú! 🙂


F. Liszt 1811-2011

18. April 2011

Heuer ist Liszt-Jahr und somit ein guter Anlass, sich näher mit diesem Komponisten und Musiker zu befassen.
Hier seht ihr Sandros Lapbook über Liszt als kleine Zusammenfassung über sein Leben und Werk.

Quest’anno si festeggia Franz Liszt e questa é una buona occasione per studiare la biografia di questo compositore.
Qui vedete il lapbook di Sandro sulla vita e la musica di Liszt.


Auf der Seite Lisztomania 2011 gibt es viele Infos zum Jubiläum.

Sul sito Lisztomania 2011 si trovano molte informazioni (in inglese o tedesco).

Im Radio wird derzeit öfter Musik von Liszt gebracht, da ist es von Vorteil, den geschichtlichen Kontext zu kennen.
Auch in den Zeitungen findet man immer wieder Artikel über den Musiker.

Alla radio in questo periodo si sente piú spesso musica di Liszt, cosí é un vantaggio conoscere il contesto storico.
Anche nei giornali si trovano degli articoli, che noi raccogliamo.

Mögt ihr die Musik von Liszt auch?

Anche a voi piace la musica di Liszt?


Dear Bach! (II)

26. Januar 2011


Johann Sebastian Bach hat uns eingeladen, seine Zeitepoche zu besuchen. Auf geht es also mit einer kleinen Zeitreise!

Accogliamo l’invito di fare un viaggio nel tempo insieme a Johann Sebastian Bach.

Ziel: etwa zwischen 1600 und 1750. Die Barockzeit. Frühbarock, Hochbarock und Spätbarock (Rokoko).

Meta: Fra il 1600 e il 1750, il Barocco.


Wie wir vor einer Weile dank Michelangelo die Zeit der Renaissance in groben Zügen wiederholt hatten, ist es auch diesmal interessant, ungefähr herauszufinden wie man zu Bachs Zeiten und vorher gelebt hat, welche Persönlichkeiten hervorgegangen sind, wie die Stimmung war…
Für Sandro, der dies alles schon in den letzten Jahren mit seinem Bruder mit-gelernt hatte, ist es eine Wiederholung und Vertiefung.
Wie üblich an der Zeitschnur, erzählt zuerst er anhand der Bilder und Kärtchen, und ich ergänze danach mit Neuem oder mit Details.

Con Michelangelo avevamo fatto un salto ai tempi del Rinascimento e ora grazie a Bach ripetiamo un po‘ l’epoca del Barocco.
Per Sandro che un po‘ ha giá studiato tutto questo negli ultimi anni insieme a suo fratello, significa ripetere, capire meglio, ricordare.
Come era la politica nel 1600, chi erano i personaggi importanti, che atmosfera c’era?
Come sempre davani alla nostra corda del tempo, prima Sandro racconta tutto quello che sa in base alle immagini, poi io concludo con gli elementi mancanti o con dettagli.

Ja, da gibt es durchaus eine Menge Bekannter, quer durch Politik, Musik, Kunst, Wissenschaft…
Die Arbeit zur Herstellung der Zeitschnur lohnt sich für uns wirklich, denn es gibt immer wieder Gelegenheiten, sie zur Hand zu nehmen.
Der Dreißigjährige Krieg und die Zeit, in der Tirol von der schönen und klugen Claudia De Medici regiert wurde; und dann der Absolutismus mit seinen verschiedenen Fürsten und Herrschern.
Während Sandro sich – natürlich – genauestens an Kaiserin Maria Theresia erinnert, hat er Oliver Cromwell total aus seinem Gedächtnis gestrichen. Wir werden ihn ein anderes Mal wieder treffen.
Die Geschichte von Peter dem Großen hingegen mag Sandro sehr, sie klingt wie ein Roman: ein Fürst verkleidet sich und reist als „Zimmermann Peter Michailow“ inkognito durch Europa – um zu lernen. Und dann noch: die von ihm eingeführte Bartsteuer, so etwas kann man nicht vergessen.
Ist es nicht ein Spaß, kreuz und quer durch die Geschichte zu hüpfen? als würde man quer durch einen reichhaltigen Büffet-Tisch allerhand Leckeres verkosten.

Appunto, qui ci sono un mucchio di personaggi che conosciamo. Dalla politica, dalla musica, arte, scienze…
La preparazione della corda del tempo per quanto la usiamo noi vale davvero la pena perché ci sono sempre occasioni dove riprendere in mano questo materiale.
Iniziando con la Guerra dei 30 anni e il periodo nel quale la bella e intelligente Claudia De Medici governava il Tirolo.
Mentre Sandro – naturalmente – ricorda benissimo l’Imperatrice Maria Theresia, ha completamente dimenticato Oliver Cromwell. Lo ri-incontreremo un’altra volta.
Invece Pietro di Russia non lo si puó dimenticare – uno zar che viaggia incognito l’Europa per studiarla, e non dimentichiamo la sua tassa sulle barbe
Questi sono i particolari dei quali ai ragazzi piace raccontare.
È divertente saltare attraverso la storia – é un po‘ come assaggiare un po‘ di tutte le cose squisite a disposizione su un ricco tavolo da buffet.

J. S. Bach und seine Zeitgenossen.
Wir unterhalten uns auch über die damals besonders typischen Musikinstrumente und die Merkmale barocker Musik.

I compagni di musica di J. S. Bach.
Parliamo anche degli strumenti musicali e il tipo di musica tipici di quell’epoca.

Und dann die Nachfolger Bachs. Wir gehen bereits deutlich in Richtung Klassik und in Richtung Zeit der Aufklärung.
Tatsächlich, Sandro erinnert sich auch noch an Immanuel Kant. „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ Kennengelernt haben sich Sandro und Kant ursprünglich anlässlich eines Kabarets im Radio, wo über Kant gesprochen wurde. Ich sage es ja ständig: man lernt immer und überall. 🙂

E poi un accenno al tempo dopo la morte di Bach. Eccoci, qui arriviamo all’inizio dell‘illuminismo.
Guarda un po‘, Sandro si ricorda ancora di Immanuel Kant. „Sapere aude!“ Sandro l’ha conosciuto tempo fa grazie ad una trasmissione di cabaret alla radio dove alcune volte era stato fatto il suo nome. Continuo a dirlo: si apprende sempre e ovunque. 🙂

Ja ja, so geht sie dahin, die Zeit.
Ob wir auch einmal als Bilder an einer Zeitleiste kleben werden? 😉

Giá, il tempo passa e continua a passare.
Chissá se un giorno anche noi saremo delle immagini attaccate ad una linea del tempo? 😉


Dear Bach! (I)

24. Januar 2011

Johann Sebastian Bach ist unser Komponist des Monats.
Wir haben in der Weihnachtszeit viel von seiner Musik gehört.
Jetzt hat Sandro ein Lapbook erstellt.

Il nostro compositore del mese é Johann Sebastian Bach.
Giá durante le feste di Natale abbiamo ascoltato la sua musica.
Ora Sandro ha preparato un lapbook per annotare elementi importanti della sua vita e le sue opere.


Über sein Leben und seine Musik haben wir u. a. aus dem Hörbuch „ Wir entdecken Komponisten: J. S. Bach“ erfahren.
Besonders beeindruckt hat uns Bachs zweite Frau Anna Magdalena, die nicht nur Bachs vier Kinder aus erster Ehe aufzog sondern mit ihm noch 13 andere bekam – sie war quasi ständig schwanger. Hier ein paar Infos über sie.

La sua vita ce la siamo fatta raccontare dall‘audiobook che riporta la sua biografia e ci fa ascoltare diversi pezzi.
Particolarmente siamo rimasti impressionati dalla seconda moglie di Bach Anna Magdalena, che non solo ha cresciuto i suoi 4 figli dal primo matrimonio ma ne avuti ancora tredici insieme a lui. Praticamente era sempre incinta.


In verschiedenen Blogs und Internetseiten fanden wir viele Quellen, Ideen und Vorlagen für das Lapbook. Zum Beispiel:

In diversi blog e siti internet abbiamo trovato del materiale e delle proposte interessanti per il lapbook, per esempio:

Be creative
Jimmie’s Collage / Lenses
Harmony Art Mom
www.bach.de
Online-Quiz bei abfrager.de
Apples and Jammies

Johann Sebastian Bach begeistert weit über die Barockzeit musikalische Menschen jeder Stilrichtung.
Hier etwa das bekannte Bach-Bourée von Jethro Tull.

Bach continua ancora oggi a ispirare e entusiasmare persone che amano la musica.
Qui il famoso Bourée di Bach in versione Jethro Tull.


Fryderyk

22. November 2010

Dieser war der achte Sonntag hintereinander, an dem es regnete. Gibt es dazu passendere Musik als Fryderyk Chopins Regentropfen-Prelude?

Questa é stata l’ottava domenica di pioggia consecutiva. Esiste musica migliore per queste occasioni di quella di Fryderyk Chopin, Raindrop Prelude?
Fryderyk Chopin ist unser Musiker des Monats November und wir hörten in diesen Tagen immer wieder seine Musik, auch weil wir sie selbst spielten: Hier findet man umgeschriebene Noten zum Trauermarsch und zur wundervollen Nocturne in E-moll, die auch ungeübtere Finger am Klavier schaffen können. Vor allem der Trauermarsch ist zu zweit ganz einfach zu spielen: einer spielt die Begleitung, der andere die unkomplizierte Hauptmelodie.
Es ist meines Erachtens doch ein großer Unterschied, ob man sich Musik anhört oder selbst macht. Natürlich spielen dabei die Grenzen des eigenen Könnens eine große Rolle; trotzdem „fühlt“ man eine Melodie erst dann, wenn man sie selbst wieder und wieder hervorbringt; zumindest ich empfinde das so.

Fryderyk Chopin é il nostro compositore del mese di novembre, in questi giorni abbiamo spesso ascoltato pezzi suoi e ne abbiamo anche suonati al pianoforte. Qui si trovano degli spartiti abbastanza semplici anche per chi non é troppo allenato, soprattutto il Funeral March é molto facile da suonare al pianoforte a quattro mani.
Per me fa davvero una grande differenza se ascoltare musica o se farla, mi sembra che mai come nel momento in cui si esegue una melodia su uno strumento musicale  si riesca ad avvicinarsi cosí tanto ai sentimenti del compositore..

Zu Fryderyk, seinem Werk und seinem Leben, machte Sandro dieses Lapbook.
Viele Infos dazu fanden wir auf dieser Seite hier.
Sandro hat sich bewusst für die Namensform „Fryderyk“ entschieden, welche die polnische Version ist. Meistens findet man allerdings das französische „Frédéric“. Doch weil wir gelesen haben, dass Chopin zwar in Frankreich begraben liegt, sein Herz aber auf seinem Wunsch hin in einer Urne in seine Heimat Polen gebracht wurde, finden wir „Fryderyk“ stimmiger. Bei dieser Gelegenheit fiel Sandro übrigens ein, dass auch David Livingstone, von dem wir letztes Jahr gelernt haben, einen ähnlichen Wunsch gehabt hatte: Körper in London, Herz in Afrika.
Wir hörten uns auch wieder, wie für unsere anderen Komponisten des Monats, die dazu passende CD aus der Bibliothek an, die seine Biografie auf spannende Weise erzählt.
Chopins kurzes Leben ist sehr berührend, seine Musik unsterblich, und durch diese Unterrichtseinheit sind wir ihm auf jeden Fall ein Stück näher gekommen.
Fryderyk Chopin ist nicht länger einfach nur der Name eines großen Musikers, „dessen Musik man im Sinne einer guten Allgemeinbildung kennen sollte“, sondern eine Art Freund, über die Grenzen von Zeit, Raum und Sprache hinweg, durch den Zauber seiner Musik.

Su Chopin e la sua tormentata vita Sandro ha fatto questo lapbook.
Abbiamo anche ascoltato, come per gli altri nostri compositori del mese, un audibook che racconta la sua biografia.
È stata la decisione di Sandro di optare per la versione polacca del nome, „Fryderyk“, anche se quasi sempre si legge la variante francese „Frédéric“. Quando abbiamo letto che il desiderio di Chopin era di essere sepolto in Francia ma anche di portare il suo cuore in un‘ urna in Polonia, Sandro si é ricordato subito che un desiderio simile era stato espresso da David Livingstone del quale abbiamo parlato un anno fa: ovvero di essere sepolto a Londra ma di lasciare il cuore in Africa.
La breve vita di Fryderyk Chopin é triste e ci fa commuovere. La sua musica é immortale.
Grazie agli approfondimenti di questi giorni siamo riusciti ad avvicinarci a questo personaggio, che ora non é piú un semplice „compositore importante la cui musica bisognerebbe conoscere nel nome di una buona istruzione generale“, ma una specie di amico, che abbiamo conosciuto superando i limiti di tempo, spazio e lingua, grazie alla magia della musica.

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Heute 22. November 2010 findet wieder ein Kulturstreik in Italien statt. Auch zur politischen Situation dieses Landes passt Chopins Trauermarsch derzeit wirklich gut. Wie lange noch?

Oggi 22 novembre 2010 é stato indetto uno Sciopero della cultura in Italia. Anche riguardo la situazione politica la Marcia Funebre di Chopin mi sembra azzeccata, come atmosfera. Ancora fino a quando?


Erlkönig

15. November 2010

„Erlkönig“, Collage

Goethes „Erlkönig“ ist unser Gedicht des Monats. Die düstere, etwas unheimliche Ballade passt gut zum Nebel und zum Grau vom November.

La poesia „Erlkönig“ di Goethe é la nostra poesia del mese. L’atmosfera cupa della ballata richiama le serate buie e nebbiose di novembre.

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind.
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –
Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht!
Den Erlenkönig mit Kron und Schweif? –
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. –

„Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir,
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.“

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht? –
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind,
In dürren Blättern säuselt der Wind. –

„Willst feiner Knabe du mit mir gehn ?
Meine Töchter sollen dich warten schön,
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.“

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düsteren Ort? –
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. –

„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!“
Mein Vater, mein Vater, jetzt fasst er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! –

Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.

Sandro kennt die Ballade schon länger, etwa aus der Vertonung Schuberts, und aus dieser CD mit Lesungen von Goethes Werken. Auf der anderen CD hören wir uns ab und zu Goethes Lebensgeschichte an. Das Buch „Goethe ist gut“ haben wir gerade zu lesen begonnen.
Wir befassten uns mit verschiedenen Interpretationen des Inhalts, wie man sie hier angeführt findet.
Sandro kennt auch die Version „König Erl“ von Heinz Erhard („… der Knabe lebte, das Pferd war tot“.).

Sandro conosceva la ballata giá da questo CD con la lettura di diverse opere di Goethe e da un CD con canzoni di Schubert. L’altro audiolibro invece racconta la vita di Goethe in modo molto vivo e interessante. Il libro „Goethe ist gut“, che parla sia della biografia che di opere del grande poeta e scienziato, é fra le letture che iniziamo adesso.
Abbiamo discusso le diverse modalitá di interpretare il contenuto della storia raccontata.

Erlkönig with English subtitles:


> Erlkönig pictures


Diesen Kurzfilm fanden wir auch. Die Darstellungen gefallen uns nicht besonders gut, weil wir uns Vater, Sohn und Erlkönig ganz anders vorstellen. Die Musik im Hintergrund macht den Zeichentrickfilm wirklich gruselig, also ich würde sagen: Nicht für jüngere Kinder geeignet!

Abbiamo trovato anche questo cartone animato, a dire il vero i disegni non ci piacciono molto perché  immaginiamo molto diversamente padre, figlio ed Erlkönig, ma la musica in sottofondo fa davvero venire i brividi, direi che non si adatta a bambini piú piccoli!

Diese Version des Schweizer Komikers Marco Rima kommt bei Sandro und auch bei John viel besser an.
Es ist erstaunlich, wie schnell ein Elfjähriger diese Ballade auswendig aufsagen kann, wenn er dabei nur recht unsinnige Grimassen ziehen und allerlei mehr oder weniger passende Bewegungen dazu machen kann. Nach dem, was wir über Goethes Humor gelesen haben, hätte er sicher nichts dagegen. Was ich mich frage, ist, ob ich  Sandros Performance nach Marco Rima im Lernbericht unter „szenische Darstellung“ eintragen kann… 😉

Questa variante di lettura, meno seria, da parte del comico svizzero Marco Rima, ovviamente piace molto di piú a Sandro, e anche a John che l’ha guardata questo finesettimana.
È incredibile la velocitá con la quale un ragazzino di 11 anni riesca a imparare a memoria il testo se puó accompagnarlo con gesti esagerati e strani á la Marco Rima. Da quello che sappiamo sul senso dell‘ humour di Goethe pensiamo che non avrebbe nulla in contrario.

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Das ist es wohl, was ein großes Werk ausmacht: seine Unsterblichkeit, seine Verwandlungsfähigkeit; die Macht, immer wieder neue Begeisterung und Freude an der Sprache und an der Erzählung auszulösen. Danke, Goethe.

E probabilmente é questo ció che definisce una grande opera: la sua immortalitá, il potenziale di variazione e cambiamento senza perdere l’anima originaria, il fascino che si rinnova in continuazione anche dopo molto tempo, nel cambio delle generazioni. Grazie Goethe.