Königskerze

30. August 2011

Die Königskerze (Verbascum densiflorum) ist unsere Blume des Monats. Jetzt, Ende August, sind die Königskerzen ja schon eher am Verblühen.
Eine kleine Königskerze hatten wir für unseren Kräuterbuschen gefunden: sie sollte das Zentrum dieses Straußes bilden. Die Königskerze gehört zu den sogenannten Marienpflanzen: Maria hält die Blume wie ein Zepter in der Hand.

Il Verbascum é la nostra pianta del mese. Ormai – a fine agosto – sta per sfiorire.
Avevamo trovato un verbascum anche per il mazzo tradizionale del 15 agosto: infatti, questo fiore secondo le usanze dovrebbe formare il centro del mazzo. Si dice che faccia parte dei „Fiori della Madonna“: Maria tiene in mano il verbascum come uno scettro.

Was ich an der Pflanze sehr sympathisch finde: sie lässt sich nicht umpflanzen, sondern sucht sich ihren Standort selbst aus. 🙂 Sie liebt es trocken, sonnig und kalkhaltig.
Die auch „Wetterkerze“ genannte Blume zeigt laut Tradition das Wetter an: je nachdem ob die Blüten oben oder tiefer am Stängel stehen, gibt es einen frühen oder späten Wintereinbruch.

Ció che trovo molto simpatico di questo fiore é che non é possibile trapiantarlo, ma é lui stesso a decidere dove crescere. 🙂 Il verbascum ama il calore, i luoghi asciutti e calcarei.
In tedesco viene chiamato anche „Candela del tempo“ (Wetterkerze) perché si dice che prevede l’inverno: se ho capito bene, a seconda se i fiori stanno piú in alto o piú in basso, l’inverno arriverá presto o tardi.

Und eine Heilpflanze ist sie auch, wie unser Heilpflanzenbuch bestätigt: hilft gegen Husten, Lungen- und Atemwegserkrankungen. –
Ja also, was sagen denn nun die Königskerzen in eurer Gegend? Wann kommt der Winter? Laut der hier fotografierten Blume (Blüten hoch am Stängel) kommt der richtige Schnee wohl erst im neuen Jahr…

Si tratta anche di una pianta medicinale, come ci insegna il nostro libro: e d’aiuto contro tosse e malattie dei polmoni.
Dunque, cosa prevedono i verbascum della vostra zona, come sará l’inverno? Da quello che dice il verbascum che abbiamo fotografato qui, la neve abbondante non arriverá prima dell’anno nuovo…


Where the Lady’s-slipper orchid grows

27. Juli 2011


Mit manchen Blumen ist es wie mit manchen Freunden: man sieht sich nicht so oft unterm Jahr, aber wenn, dann ist es jedesmal wie ein richtiges Fest… das Warten, die Aufregung, die Freude…
So ist es mit uns und mit dem Frauenschuh.
Frauenschuh, Cypripedium calceolus, genannt auch Gelber Frauenschuh, Gelb-Frauenschuh, Marienfrauenschuh, Europäischer Frauenschuh, Kriemhilds Helm… Im Italienischen heißt die Blume „Scarpetta di Venere“, also „Schühchen der Venus“. Als Kind nannte ich die Blume „Mutterstiefel“ weil ich mir den Namen nicht merken konnte, ich lache noch heute darüber.

Ci sono fiori che sono come certi amici: magari li vedi solo una volta all’anno, ma quella volta é come una festa… prima l’attesa, poi finalmente l’incontro, la gioia…
Cosí é con noi e con la Scarpetta di Venere.

Hier wohnen sie, unsere Freunde, an einem wunderbaren Ort, ganz versteckt: zufällig findet man sie nicht, man muss schon ganz genau wissen, wo sie blühen.

Qui abitano i nostri amici, in questo posto meraviglioso, ben nascosti: non si trovano per caso, bisogna proprio sapere bene dove fioriscono.

Das ist die Aussicht, die sie genießen. Traumhaft, nicht wahr?

Ecco il panorama visto da casa loro. Splendido, no?

Wenn ihr an diesem Wegkreuz vorüberkommt, seid ihr ganz in ihrer Nähe!

Quando passate per di qua, siete proprio vicino a loro!

Gefährliche Tiere beschützen die in ganz Europa strengstens geschützte Orchidee.

Pericolosi animali sorvegliano il posto segreto di questa orchidea tutelata in tutta l’Europa.

Und solche Wiesen wie diese dienen nur dazu, euch vom Versteck der Orchideen abzulenken. 🙂

Prati come questi servono solo per togliere la vostra attenzione dal nascondiglio segreto delle orchidee. 🙂


Der Frauenschuh liebt basenreichen Boden.
Hier, wo vor langer Zeit die Ozeane ihre Wellen schlugen und man noch heute alle möglichen Versteinerungen aus dieser Epoche findet, ist es ideal für den Frauenschuh.

La Scarpetta di Venere ama il terreno calcareo.


Waldlichtungen, wenn möglich sonnige (und schwer zugängliche!) Südsteilhänge, mag diese Blume besonders gerne.
Der Frauenschuh ist die in Italien am meisten bedrohte Orchidee. Also bitte nicht pflücken, nicht ausgraben; nur bewundern!

Ed ama la luce nei sottoboschi.
In Italia é l’orchidea piú minacciata (per raccolta eccessiva). Dunque non raccoglietela o non cercate di trapiantarla nel vostro giardino!

Sehr interessant ist das raffinierte System der Kesselfalle: die Insekten, vom aprikosenähnlichen Duft angezogen, rutschen an den öligen Wänden des Blumenkessels hinab. Beim mühsamen Versuch des Hinauskrabbelns streifen sie den Pollen von anderen Blüten an der Narbe ab. So geht das hier mit der Bestäubung!

Interessantissimo il sistema raffinato per l‘impollinazione: gli insetti, attirati dal profumo simile all’albicocca, scivolano all’interno della pantofola. Per provare ad uscire dal labello devono per forza passare davanti allo stigma e lasciano qui il polline raccolto da altri fiori. E zac, é fatta!


Und ihr, kennt ihr auch eine geheime Stelle, an der diese hübschen Schuhe wachsen?

E voi, conoscete un posto segreto dove crescono queste bellissime scarpette?


Orchis morio

20. April 2011

Das Knabenkraut blüht wieder. Unsere schöne kleine heimische Orchidee mag es gerne in der prallen Sonne, auf mageren Böden.
Ist sie nicht wunderschön, mit ihren schmetterlingsähnlichen Blüten? Herr von Linné erblickte in der Blütenform eine kleine Narrenkappe, weshalb die Pflanze von ihm den Namen „morio = Narr“ erhielt.

Sta di nuovo fiorendo il Giglio Caprino. Questa piccola orchidea selvatica ama il sole diretto e i prati magri tipo macchia.
Non é bellissima, con i petali che ricordano piccole farfalle? Invece il naturalista svedese Carl von Linné le ha dato il nome „orchis morio“ (morio significa piú o meno „buffone“) perché i fiori gli ricordavano i tipici cappelli stile „Narrenkappe„.

Aus der auch Salep-Knabenkraut genannten Pflanze wird  Salep hergestellt. Im orientalischen Altertum benutzte man das Mittel zur Wiederherstellung der Zeugungskraft. Heute verwendet man Salep außerhalb der Europäischen Union, wo der Handel mit Salep verboten ist und das Knabenkraut unter Schutz steht, in der Lebensmitteltechnologie als Verdickungsmittel für Getränke und Speiseeis.

Da questa orchidea nell’antichitá si ricavava Salep, usato per raggiungere la forza di procreazione. Oggi il Salep viene utilizzato, al di fuori dell’Unione Europea dove la pianta é altamente tutelata e il commercio con Salep é vietato, nel campo alimentare per la produzione di bevande e gelati.

Wenn wir diese wunderbaren Wesen näher kennenlernen, uns mit ihnen vertraut machen, sie beim Namen nennen und um ihre Besonderheiten wissen, tun wir uns auch leichter, nicht nur mit dem Gefühl sondern auch „mit dem Kopf“ zu verstehen, wie wichtig es ist, sich für unberührte Landschaftsteile einzusetzen. Pflanzen wie diese brauchen zum Überleben Magerböden und Trockenrasen; Dünger und die Bearbeitung des Bodens bedeutet für sie das Ende. Wir können uns alle für das Weiterbestehen dieser Blumen einsetzen, wenn wir uns für den Erhalt von unberührten Flächen stark machen.

Quando conosciamo meglio queste bellissime creature, sappiamo il loro nome e le loro particolaritá, diventa piú facile agire non solo con il cuore ma anche „con la testa“ e capire quanto é importante impegnarsi per avere dei posti dove possono crescere piante come queste, che hanno bisogno di terreni incolti e selvaggi: concimazione e lavorazione del terreno per loro significa la fine. Cosí ogni volta che ci impegnamo per „lasciare alla natura“ a libera disposizione un pezzo di terreno, aiutiamo anche a questi ed altri fiori a sopravvivere.


Homeschooler haben es natürlich aus zeitlichen/organisatorischen Gründen besonders einfach, täglich einen Spaziergang zu unternehmen. Doch auch Schulkinder und ihre Eltern können es sich zu einem Ritual machen, ein- oder zweimal in der Woche immer wieder dieselbe Wiese, denselben Wald, denselben Park zu besuchen und sich mit der heimischen Natur vertraut zu machen.

Homeschoolers ovviamente sono vantaggiati per motivi di tempo ed organizzativi: possono fare delle passeggiate o gite tutti i giorni. Ma anche i genitori di bambini che frequentano una scuola tradizionale possono iniziare con una specie di rituale, di abitudine: una o due volte alla settimana andare sullo stesso prato, nello stesso posto nel bosco, nello stesso parco, per conoscere in modo piú approfondito la natura del nostro ambiente.

Unsere Beziehung zur uns umgebenden Natur ist ähnlich wie die Beziehung von Menschen untereinander: wir brauchen regelmäßige Gespräche, regelmäßiges Zusammentreffen und das gemeinsame Verbringen von Zeit, nur so können wir uns wirklich gut kennenlernen und auch die kleinen, unsichtbaren guten Seiten am anderen schätzen und lieben lernen.
Wenn man immer wieder denselben Ort in der Natur besucht, werden die Bäume zu guten Bekannten, man weiß genau welche Beschaffenheit der Boden in der heißen Sonne oder im Regen hat, man freut sich wenn zu einer gewissen Zeit wieder bestimmte Käfer, Schmetterlinge und Vögel zu sehen sind, und immer wieder gibt es Neues zu entdecken und zu bestaunen…
Vor allem bekommt man durch die regelmäßige Beobachtung und Teilnahme ein Gefühl für den Kreislauf der Natur, des Jahres, des Lebens: denn auch wir selbst sind Teil  dieses Kreislaufs von Sein und Werden.

Il nostro rapporto con la natura nel nostro ambiente, nel posto dove viviamo, é simile al rapporto delle persone fra di loro: abbiamo bisogno di incontrarci regolarmente, di parlare, scherzare, passare del tempo insieme, solo cosí riusciamo a conoscerci in modo piú profondo e scoprire anche i piccoli ma bellissimi lati invisibili, nascosto, dentro l’altro.
Se frequentiamo regolarmente gli stessi luoghi, gli alberi diventano buoni amici, sappiamo come il terreno cambia quando é esposto al calore dell’estate e quando sta sotto la pioggia e il vento, riconosciamo le farfalle e gli uccelli che si rivedono ogni anno in determinati periodi…
La continua osservazione e attenzione a ció che ci circonda, ci regala la sensazione di capire meglio il ciclo della natura, dell’anno, della vita: anche noi stessi ne facciamo parte, siamo un pezzo di questo puzzle dell’essere e divenire.

Spürst du die ersten Sonnenstrahlen im Gesicht?
Wieviele verschiedene Vogelstimmen hörst du?
Riechst du das Grün der Blätter, riechst du die Blüten?
Und fühlst du dich selbst, wie du atmest, hörst, riechst, spürst, wie du bist?

Senti i primi raggi di sole sulla tua pelle?
Quanti uccelli diversi sei capace di sentire?
Senti il profumo del verde delle foglie, il profumo dei fiori?
E: ti senti, cosí come sei, come sei vivo; senti la vita dentro e fuori di te?

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>Immer wieder schöne Hinweise darauf, wie man auch kleineren Kindern die Natur näherbringen kann und sie mit allen Sinnen genießen, gibt es bei Naturkinder.

>Sul tema della passeggiata leggete questa bellissima descrizione di Greta, sul sito Controscuola.


Blaues Wunder.

14. März 2011


Die Leberblümchenblüte hat ihren Höhepunkt erreicht.

La fioritura dell’erba trinitá ha raggiunto il culmine.


Ich habe vor einigen Tagen auch meine Nichte mitgenommen, um ihr das „Blaue Wunder“ im kleinen Wäldchen zu zeigen.

Alcuni giorni fa ho portato anche mia nipote per ammirare la „meraviglia in blu“.


Wenn man mitten in den blau-violetten Blüten steht, fühlt es sich auf eine gewisse Weise „unwirklich“ an – dabei kann Wirklichkeit kaum wirklicher sein.
„Wie ein Märchenwald„, meinte Ju.

Quando si sta in mezzo a tutti questi fiorellini blu-viola in un certo senso sembra essere in una realtá „diversa“, un po‘ irreale. Eppure la realtá non puó essere molto piú reale di questa! „Come in un bosco incantato„, ha detto Ju.

Wir haben bemerkt, dass die Blüten viel größer aussehen als vor etwa zehn Tagen. Und tatsächlich haben wir dann gelesen, dass sich in der Blütezeit die Blütenblätter um das Doppelte verlängern. Wusstet ihr das?

Ci é sembrato che i fiori fossero piú grandi rispetto a una decina di giorni fa. E infatti poi abbiamo letto che durante la fase di fioritura i fiori dell’erba trinitá raggiungono il doppio della loro dimensione. Lo sapevate?

Wir lesen weiters: Der in der violett-blauen Färbung enthaltene Farbstoff Anthocyan wandelt Licht in Wärme um und schützt dadurch die Blüte vor möglichen Frost, der in dieser Jahreszeit vor allem nachts immer wieder hereinbrechen kann. Uns ist aufgefallen, dass auch andere unserer Frühblüher im Wald blau-violett sind: wie Veilchen und Pulsatilla.
Es braucht derzeit nicht die Frage von der Umwandlung von Licht in Wärme, um über Energieproduktion und dann auch Atomkraft zu sprechen. Die aktuellen tragischen und traurigen Meldungen aus Japan setzen uns allen ziemlich zu und bestimmen immer wieder den Tag.
Wie ich schon einmal geschrieben habe, findet in Italien zwischen Mitte April und Mitte Juni eine Volksabstimmung statt, durch die wir die Möglichkeit haben, die verrückte Idee von Du-Weißt-Schon-Wer, nämlich in Italien die Atomkraft wieder einzuführen, abzulehnen. Es wird dabei auch um die Gültigkeit der Abstimmung gehen, denn seit Jahrzehnten wurde die (verflixte) 50 Prozent Beteiligungshürde nicht erreicht. Die italienische Bevölkerung von einer Volksabstimmung abzuhalten ist sehr einfach, wenn man wie Du-Weißt-Schon-Wer die meisten großen Medien in der Hand hält: man informiert die Bevölkerung einfach nicht; außerdem kann man auch ein Abstimmungsdatum festsetzen, an dem die meisten vielleicht schon in die Sommerferien gefahren sind – „Andate al mare!“, Fahrt doch ans Meer!, diese Aufforderung haben wir anlässlich von Volksabstimmungen nicht nur einmal gehört.
Ich werde mich bemühen, meinen Beitrag zu leisten, damit diese Volksabstimmung nicht scheitert: denn wenn die Atomenergie abgewendet wird, besteht die berechtigte Annahme, dass Italien nicht anders können wird als in Richtung Energie-Ersparnis und alternative Energieträger zu gehen. Ich werde demnächst versuchen, ob ich in meinem Dorf nicht einen Info-Abend zu diesem Thema organisieren kann. Jede, wirklich jede Stimme zählt! – hoffen wir, dass die Einheit Italiens, die Einheit der Bürgerinnen und Bürger Italiens, in diesem Zusammenhang sichtbar und deutlich wird. Ansonsten befürchte ich schlimme Zeiten…!

Leggiamo anche: il colore blu-violetto contiene antociano che converte la luce in calore, proteggendo il fiore dal gelo che soprattutto in questo periodo dell’anno di notte puó esserci. Abbiamo notato che anche altri fiori che adesso si trovano nel bosco sono di colore viola-blu: come le viole e la pulsatilla.
Al momento, purtroppo, non serve lo spunto dato da questo meccanismo per arrivare a parlare di produzione di energia e cosí anche di energia nucleare. Le attuali notizie tragiche e tristi che giungono dal Giappone ci seguono per tutta la giornata. Come ho giá scritto una volta, in Italia tra metà aprile e metà giugno avrá luogo un referendum per dire No al ritorno all’energia nucleare, avremo l’occasione di fermare la folle proposta di Tu-Sai-Chi. Non si tratterá solo di dire di No ma di essere in abbastanza votanti, per raggiungere il (maledetto) quorum di partecipazione del 50 %; come sappiamo negli ultimi decenni non é mai piú stato raggiunto. Non é difficile fare in modo che gli italiani non vadano a votare: se come Tu-Sai-Chi hai in mano gran parte dei massmedia, é abbastanza semplice (basta un po‘ di desinformazione); poi si potrebbe anche impostare la data del referendum in un giorno particolare come per esempio l’inizio delle vacanze estive quando molti sono giá partiti da casa; non sarebbe la prima volta che il messaggio é: „Andate al mare!“. –
Per quanto mi riguarda farò del mio meglio per dare il mio contributo: se riuscissimo a dire effettivamente di NO all’energia nucleare, in conseguenza l’Italia sarebbe praticamente costretta ad andare verso fonti di energia di risparmio energetico ed energie alternative. Proveró ad organizzare nel mio paeseuna serata di informazione su questo referendum (e anche quello dell’acqua). Ogni singolo voto conta! – Mi auguro che  l’unitá dell’Italia, l’unità dei cittadini e delle cittadine italiani, in questo contesto sia chiaramente visibile. Altrimenti la vedo veramente brutta…!


Mistletoe Hunting.

9. Februar 2011

Sie sind uns heuer zum ersten Mal aufgefallen: die vielen Misteln hoch oben in den Bäumen!

Quest’anno ce ne siamo accorti per la prima volta: quante piante di vischio lassú negli alberi!

Die Kiefern in dieser Gegend sind ganz schön „vermistelt“.

Quasi ogni pino in questo piccolo pezzo di bosco ospita una pianta di vischio.

Inzwischen haben wir festgestellt, dass es sich wohl um Kiefern-Misteln handelt – unsere Esche Elisabeth ist also nicht von Mistelbefall gefährdet. 🙂

Nel frattempo abbiamo scoperto che si tratta proprio della specie di vischio da pino, per fortuna dunque il nostro frassino Elisabeth non é in pericolo. 🙂

Gerade hatten wir uns gedacht: Wie schade dass alle so hoch oben wachsen, da kommen wir nie hin! –

Abbiamo pensato: Peccato che sono tutti cosí in alto, in questo modo non riusciamo a vederli bene! –


…als Sandro auf einmal einen Kiefernzweig, auf dem eine Mistel wächst, am Boden liegen fand. Vielleicht vom Wind oder vom Schnee heruntergeschüttelt.
Das Schicksal hat also entschieden: die Mistel wird unsere Pflanze des Monats Februar!

… subito dopo Sandro ha trovato un ramo di pino con un bel vischio per terra, forse l’ha fatto cadere il vento o la neve dell’inverno.
In questo modo il destino ha deciso per noi: il vischio sará la nostra pianta del mese di febbraio.

Der Mistelzweig hängt jetzt im Wohnzimmer.

Ora il ramo é appeso nel nostro soggiorno.


Schaut doch schön aus, oder? Misteln haben irgendwie ein eigenartiges Grün.

Bello, vero? Il vischio é di un verde strano, particolare.


Hier sieht man die Früchte unserer Weißbeermistel. Die Blüten sind ganz unscheinbar, diese kleinen gelblichen Dinger an den Astenden. (Auf diesen Bildern sieht man sie besser.)

Ecco qualche frutto del nostro Viscum album. I fiori quasi non si notano – quelle piccole cosine gialle. (Si vedono meglio sulle foto qui.)

Das Haustorium
l’austorio

Dort, wo die Mistel sich am Kiefernzweig eingenistet hat, an der Verbindung der beiden Pflanzen also, entsteht das Haustorium, sozusagen der Wurzelapparat der Mistel, über diese Kanäle ernährt sie sich.

Lá dove il vischio é penetrato nel pino si forma l‘austorio, praticamente l’apparato delle radici del vischio che attraverso questi canali si nutre.


Wie auch bisher bei der jeweiligen Pflanze des Monats, hat Sandro auf einem Plakat (mit Klapp-Elementen) die wichtigsten Informationen festgehalten.

Come anche per le altre piante del mese Sandro ha raccolto le informazioni su un grande foglio con qualche elemento da aprire.

Man könnte sogar ein kleines Experiment wagen: Wir haben gelesen, dass Misteln einfach zu züchten sind, man drückt einfach die Fruchtmasse mit den darin enthaltenen Samen auf einen geeigneten Baum, in unserem Fall eine Kiefer, und kann dann das Wachsen der Mistel beobachten. Überlegt haben wir es uns schon, uns dann aber dagegen entschieden, weil wir nicht eine Kiefer dafür „opfern“ wollen (Bäume können durch starken Mistelbefall sogar absterben), wir wollen aber auch nicht die einmal angewachsene Mistel dann wieder entfernen und auf diese Weise einen „Mord“ begehen. Man muss ja auch nicht unbedingt alles ausprobieren…

Si potrebbe addiritura fare un piccolo esperimento: Abbiamo letto che il vischio é facile da coltivare, basta schiacciare un frutto che contiene i semi su un albero adatto, in questo caso un pino, poi si potrebbe osservare la crescita della pianta. Ci abbiamo pensato ma abbiamo poi deciso di non farlo per non sacrificare un pino (abbiamo letto che gli alberi possono anche morire di troppo vischio), e non ci piacerebbe nemmeno togliere (e uccidere) il vischio dopo averlo fatto crescere. Mica bisogna sperimentare tutto…


Last but not least, die vielen Geschichten und Bräuche, die mit der Mistel verbunden sind, angefangen bei der Geschichte vom Tode Balders. Und wer kennt nicht die mistelschneidenden gallischen Druiden aus dem Comic Asterix und Obelix?
In der Schweiz gilt die Mistel als Fruchtbarkeitssymbol, in England dürfen sich unter einer Mistel alle küssen, und in Tirol schützt die Mistel vor böser Zauberei.
Zu dieser faszinierenden Pflanze, die auch sehr gut zum Thema „Internationales Jahr der Wälder“ passt, gibt es noch viele weitere Informationen auf der Seite „Misteliös! Baum der Lüfte“.

Infine la mitologia attorno al vischio, come la storia della morte di Baldr nella mitologia norrena. E chi non conosce i druidi gallici di Asterix e Obelix che tagliano il vischio dalle querce?
In Svizzera il vischio é un simbolo di fertilitá. In Inghilterra tutti si possono baciare sotto un ramo di vischio. Nel Tirolo invece il vischio protegge dalla magia dannosa.
Oltre ad essere l’attuale pianta del mese, inseriamo il vischio anche nel nostro progetto annuale riguardo l‘Anno Internazionale delle Foreste, una raccolta di informazioni miste che riguardano i boschi.


Earrings for the tree.

28. Januar 2011

Wenn ihr einer Esche begegnet, die eine Halskette aus Hagebutten und Ohrringe aus Mohnkapseln und Bucheckern trägt: es ist unsere Elisabeth.

Se in questi giorni incontrate un frassino che porta una collana e orecchini fatti con frutti di papavero e di faggio: si tratta della nostra Elisabeth.


Die Ohrringe hat Sandro ihr heute morgen gebracht. Sie hat sich gefreut.
Wir haben auch nach Elisabeths Nachbarbäumen geschaut:

Gli orecchini sono il regalo recente da parte di Sandro. Elisabeth sembrava contenta. 😉
Abbiamo dato anche un’occhiata alle piante intorno a lei:

Neben weiteren Eschen sind es Eichen,

Oltre ad altri frassini ci sono quercie,

eine Hopfenbuche,

un carpino nero,

Brombeersträucher

cespugli di more

und Heckenrosen.

e rose canine.


In der Zwischenzeit haben wir noch Einiges über die Esche gelernt. Abgesehen von den üblichen biologischen Informationen über Baum- und Blattform, Früchte, Vorkommen usw., gab es noch interessante Entdeckungen, die Sandro sehr spannend findet:
– dass der Weltenbaum der Germanen, Yggdrasil, eine Esche ist;
– dass es sich bei Elisabeth vermutlich um eine Manna-Esche handelt. Aus dem Rindensaft kann man einen süßen Sirup bereiten bzw. das nach der biblischen Speise benannte pflanzliche Manna.
– dass Eschenholz in der Antike gerne für die Herstellung von Waffen, besonders Lanzen, verwendet wurde;
– dass Eschen erst mit 20 Jahren mannbar werden (Früchtebildung);
– dass die Früchte mindestens zwei Winter im Boden schlafen, bis sie Keime treiben;
– dass es nicht wenige auf Eschen spezialisierte Schädlinge gibt;
– dass Eschen seit der Antike für Heilzwecke verwendet wurden;
– dass die germanischen Götter aus einer Esche den ersten Mann formten;
– dass eine indianische Legende erzählt, der Schöpfungsgott habe einen Pfeil in eine Esche geschossen, daraufhin sei der erste Mensch entstanden.

Nel frattempo abbiamo conosciuto un po‘ meglio il frassino. A parte le solite informazioni utili su forma di albero e di foglie, frutti, crescita ecc., abbiamo fatto altre scoperte che interessano molto Sandro:
L’albero cosmico Yggdrasill della mitologia norrena é un frassino.
– La nostra Elisabeth con molta probabilitá é un Frassino da Manna capace di produrre la manna.
– Si preferiva il legno di frassino per costruire armi come la lancia.
– La fruttificazione inizia solo all’etá di 20 anni circa.
– I frutti dormono circa per due inverni prima di germogliare.
– Ci sono parecchi parassiti specializzati che attaccano i frassini.
– Il frassino fin dall’antichitá viene utilizzato per uso medicinale.
– Da un frassino gli Dei germanici formarono il primo uomo (maschio, per la donna utilizzarono un altro tipo di albero).
– Una leggenda indiana racconta che una divinitá sparó una freccia dentro un frassino, questa fu la nascita del primo uomo.

Ich bin mir übrigens sicher, dass man zu jedem Baum außergewöhnlich spannende Informationen und Geschichten finden kann – es war ja, wie erzählt, mehr ein Zufall (Schicksal!) dass wir uns die Esche ausgesucht haben – besser gesagt, die Esche Elisabeth hat sich uns ausgesucht.
Inzwischen haben wir erfahren, dass auch unsere Blogfreundin Palmy und ihre Tochter einem besonderen Baum begegnet sind: Verdello!
Und wie geht es „eurem“ Baum?

Sono sicura comunque che si possano trovare per ogni albero delle storie interessanti e dei fatti particolari. Come ho raccontato é stato il caso (il destino!) a farci scegliere proprio un frassino – o meglio, é stata Elisabeth a scegliere noi.
Nel frattempo abbiamo letto che anche la nostra blog-amica Palmy e sua figlia hanno incontrato un albero particolare: Verdello!
E il „vostro“ albero come sta?

> all about Elisabeth the Ash



Gerste, Gerste!

3. Dezember 2010


Mögt ihr Gerste?
Sandro und ich gehören zu jener Hälfte unserer Familie, die Gerste gerne mag.
Diesmal ist die Gerste unsere Pflanze des Monats und ermöglicht uns wieder einmal ein Rundum-Lernen: von Botanik über Küche, Geschichte, Erdkunde und sogar Mathematik.

Vi piace l‘orzo?
Sandro ed io facciamo parte di quella metá della famiglia alla quale l’orzio piace.
Questo mese é la nostra pianta del mese e ci propone spunti per toccare diverse materie: dalla botanica alla cucina, storia, geografia e anche matematica.

Die Geschichte der Gerste begleitet die Geschichte der Menschheit.
Begonnen hat der Anbau des vermutlich ersten von Menschen angebauten Getreides im Zweistromland und Umgebung, etwa 10.500 v. Chr. Durch Mutation und Zuchtauswahl enstanden im Laufe der Zeit verschiedene Sorten. In der Jungsteinzeit fand die Gerste ihren Weg nach Mitteleuropa, um 1.000 v. Chr. wurde sie auch in China und Japan angebaut. Als typisches Getreide der Antike, wurde die Gerste dann im Mittelalter mehr als Viehfutter geschätzt. Um 1500 wurde sie von spanischen Siedlern nach Mittel- und Südamerika gebracht; mit der Auswanderungswelle um 1800 kommt sie auch nach Nordamerika. Und in Australien beginnt der breite Anbau erst um 1900. In Südtirol wurde die Gerste traditionell vor allem im Vinschgau angebaut.
Dass manche Menschen wie Mr K Gerste nicht mögen, mag vielleicht auch daran liegen, dass es zu ihrer Kindergartenzeit ständig und immer wieder und dann nochmal Gerstsuppe gab.

La storia dell’orzo é un po‘ la storia dell’umanitá.
La coltivazione di questo cereale, probabilmente il primo ad essere coltivato dagli uomini, é iniziata circa 10.500 a. Chr. in Mesopotamia e dintorni. Con il passare del tempo, fra mutazione sponanea e scelte di coltivazione, si sono aggiunte diverse specie. Nel 5.500 a. Chr. circa l’orzo é venuto nell’Europa centrale. Circa quattromila anni dopo si trovano le coltivazioni di orzo in Cina e in Giappone. Mentre nel periodo dell’Antico Egitto e dell’Impero Romano l’orzo era il cereale tipico di tutti i giorni, nel medioevo é piú conosciuto come mangime per animali domestici. Nel 1500 va nell’America centrale e Sudamerica insieme agli Spagnoli, mentre nel Nordamerica arriva verso il 1800 con la nuova onda di immigrazione. In Australia la coltivazione dell’orzo inizia solo verso il 1900. Nella nostra provincia la coltivazione tradizionale dell’orzo si conosce soprattutto in Val Venosta.
Il motivo per il quale ad alcune persone, come Mr K, l’orzo non piace, puó avere le sue radici nei lontani giorni di scuola materna, dove la tipica minestra d’orzo é stata servita spesso, poi ancora e ancora e tanto per cambiare, ancora.


Wie letzten Monat bei den Haien, stoßen wir überraschenderweise auch bei der Gerste wieder auf den Begriff „Inch„.
1234 erklärte Eduard II. von England drei barleycorns, also Gerstenkörner, zum offiziellen Längenmaß „Inch“: „three grains of barley, dry and round, placed end to end, lengthwise„.

Come lo scorso mese con gli squali, anche questa volta inaspettatamente incontriamo la parola „Inch„.
Nel 1234 Eduardo II. di Inghilterra dichiaró la lunghezza di 3 semi d’orzo, tre
barleycorns, come misura ufficiale: „three grains of barley, dry and round, placed end to end, lengthwise„.


Weil Sandro sich so für die Gerste und auch für andere Getreidesorten erwärmen konnte, machte ich ihm den Vorschlag zu diesem Projekt hier von Homeschooling in the Rose Garden: Grains of the World. Ob Oma im Frühling uns in ihrem Garten ein Beet abtreten wird? Das schaut spannend aus, verschiedene Getreidesorten zu säen und ihr Wachsen zu beobachten, zu vergleichen…
Wäre toll, wenn auch andere Blogs mitmachen würden, dann könnte man auch den Vergleich in verschiedenen Gebieten und Klimazonen sehen. Man könnte dann etwa einmal im Monat einen Beitrag im Blog posten. Was meint ihr dazu? Wir kommen im Frühling wieder darauf zurück, ja? Jedenfalls habe ich den Vorschlag in meiner Lernvorschläge-Mappe für Februar/März notiert.

Visto che Sandro attraverso questo approfondimento si é tanto appassionato non solo all’orzo ma anche agli altri tipi di cereali, gli ho fatto la proposta di questo progetto: Grains of the World di Homeschooling in the Rose Garden.
Vediamo se la nonna ci dá un po‘ di spazio nel suo orto. Non vi sembra un‘ idea interessante seminare i diversi tipi di cereali, osservarne la crescita e lo sviluppo… ?
Ho pensato che sarebbe bello se anche altri blogs partecipassero a questa esperienza, in questo modo sarebbe possibile confrontare la crescita in zone diverse con condizioni climatiche diverse. Si potrebbe mettersi d’accordo di pubblicare un post e una foto una volta al mese. Che ve ne pare? Ci risentiamo in primavera
?
Comunque ho inserito la proposta nel mio quaderno di proposte didattiche per febbraio/marzo.


An diesem wie in einem Bilderbuch verschneiten Freitag gibt es bei uns Gerstsuppe. Da weder Sandro noch ich im Kindergarten mit ständig wiederkehrender Gerstsuppe gequält wurden, schmeckt sie uns vorzüglich. Wir haben Zwiebel, Karotte, Sellerie und Speckwürfelchen in Olivenöl angebraten. Normalerweise nimmt man ein Stück Selchkarree zum Mitkochen, aber da wir keins da hatten nahmen wir eben Speck, schmeckt auch gut. Dann mit Wasser aufgießen, evtl. einen Suppenwürfel dazugeben, ein Lorbeerblatt, und die bereits vorher in Wasser einige Stunden lang eingeweichte Gerste. Dann noch Kartoffelwürfel dazu. Alles kochen lassen, bis man es vor Hunger nicht mehr aushält. Hm, lecker! Noch besser schmeckt die Suppe, wenn sie am nächsten Tag nochmal aufgewärmt wird, aber diesmal ist keine übriggeblieben.

Questo venerdí con altra bellissima neve é perfetto per un caldo minestrone d’orzo – visto che né Sandro né io siamo stati costretti a mangiarne tanto nei nostri anni di scuola materna,  ci piace molto. Abbiamo fatto soffriggere in olio d’oliva cubetti di cipolla, carota, sedano e speck. Di solito si fa bollire nel minestrone un po‘ di carré di maiale affumicato ma visto che non ne avevamo abbiamo optato per lo speck, é buonissimo anche cosí. Poi si aggiunge l’acqua con eventualmente un dado, una patata tagliata a cubettini, un foglio d’alloro e l’orzo che giá prima é stato messo in ammollo in acqua per alcune ore. Si fa cuocere finché non si riesce piú ad attendere dalla fame e dalla voglia di assaggiare. Slurp! Ancora meglio se ne rimane per il giorno dopo, per riscaldare la minestra che cosí risulterá ancora piú saporita, noi questa volta non siamo riusciti ad avanzarne.

Wenn ihr ein spezielles oder für euer Gebiet typisches Gerstengericht kennt, könnt ihr mir das Rezept gerne im Kommentar angeben, das würde mich freuen.

Se conoscete una ricetta particolare o tipica della vostra zona con l’orzo, mi farebbe piacere trovarla fra i commenti a questo post, grazie!

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Questo post partecipa all’iniziativa LOVE OF LEARNING by Mens Sana.